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Politik 14.06.2026, 07:32 Aktualisiert: 14.06.2026, 15:15

Britische Kommandoaktion gegen russischen Schattentanker im Ärmelkanal

Royal Marines enterten den Tanker Smyrtos in sechsstündigem Einsatz.

Wichtige Fakten

  • Royal Marines enterten den Tanker Smyrtos in sechsstündigem Einsatz.
  • Die Smyrtos fährt unter kamerunischer Flagge und wurde 2025 sanktioniert.
  • Die Schattenflotte umfasst über 700 Schiffe, die 75% des sanktionierten Öls transportieren.
  • Selenskyj dankte Großbritannien und forderte Konfiszierung des Öls.
  • Die Operation erfolgte in Abstimmung mit Frankreich; Moskau verurteilte sie als 'Piraterie'.

Überblick

Am 14. Juni 2026 enterte das britische Militär den Öltanker 'Smyrtos' der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal. Die sechsstündige Operation unter Beteiligung von Royal Marine Commandos, der National Crime Agency und der RAF war die erste von Großbritannien geführte Aktion dieser Art. Der unter kamerunischer Flagge fahrende Tanker wurde aus einem Hubschrauber mit Schnelleinsatztechniken geentert und zur Überwachung vor der Südküste Englands festgehalten. Premierminister Keir Starmer erklärte, die Aktion versetze Russland 'einen weiteren Schlag'.

Politische Reaktionen und Hintergrund

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich und forderte europäische Gesetze zur Beschlagnahmung des geladenen Öls. Die französische Regierung, die kürzlich ebenfalls einen Schattentanker abgefangen hatte, unterstützte die Aktion. Moskau verurteilte die Aktion als 'Piraterie'. Die Schattenflotte umfasst über 700 Schiffe, die etwa 75% des sanktionierten russischen Öls transportieren; Großbritannien hat mehr als 500 Schiffe sanktioniert. Behörden untersuchen nun das Schiff auf Umwelt- und Sicherheitsmängel.

Innenpolitische Auswirkungen

Die gelungene Militäraktion überschattet eine innenpolitische Krise Zwei Tage zuvor trat der frühere Verteidigungsminister John Healey wegen unzureichender Finanzierung des geplanten Verteidigungsinvestitionsplans zurück, gefolgt vom zuständigen Minister Al Carns. Kulturministerin Lisa Nandy räumte ein, dass die Regierung vor schwierigen Entscheidungen bezüglich höherer Verteidigungsausgaben steht.

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