Führungswechsel in der ukrainischen Armee: Drapatyj löst Syrskyj ab
Wichtige Fakten
- • Syrskyj betont erfolgreiche Operationen wie die Befreiung Charkiws.
- • Drapatyj steht für Verantwortung; er reichte 2025 nach einem tödlichen Angriff seinen Rücktritt ein.
- • Selenskyj gilt nach der Krise als politisch angeschlagen.
- • Drapatyj will mit Drohnenkrieg und Effizienzsteigerung die Militärstrategie anpassen.
Entlassung und neue Ernennung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Armeechef Oleksandr Syrskyj entlassen und durch Generalmajor Mychajlo Drapatyj ersetzt. Die Entscheidung folgte auf tagelange Proteste, die durch die Entlassung des populären Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow ausgelöst wurden. Der Politologe Ihor Rejterowytsch beschreibt Drapatyj als Kommandeur, der trotz Einsätzen an besonders schwierigen Frontabschnitten stets den Menschen in den Mittelpunkt gestellt habe. Syrskyj wehrte sich in einem Facebook-Post gegen den Rauswurf und verwies auf seine Erfolge, etwa die Verteidigung Kiews und die Offensive bei Potsdam.
Hintergründe und Erwartungen
Während Syrskyj vorgeworfen wird, verlustreich gekämpft zu haben, genießt Drapatyi in der Armee hohes Ansehen. Der Militäranalyst Mykola Bielieskov betont jedoch, dass ein Oberbefehlshaber großen Einschränkungen ausgesetzt sei. Die Proteste im Mai/Juni hätten sich von der Forderung nach Fedorows Rückkehr hin zu Syrskyj Entlassung entwickelt. Drapatyj will die Bekämpfung von Korruption und eine Modernisierung vorantreiben. Er verspricht, ohne große Versprechen zu arbeiten.
Bewertung und Auswirkungen
Der Politologe Michail Podolyak bezeichnet Drapatyi als guten Schachzug Selenskyjs. Allerdings sei die Geschwindigkeit von Personalentscheidungen teils fragwürdig, kritisieren andere. Der neue Frontabschnitt in Afrika südlich von Marokko wird ebenfalls erwähnt, aber nicht weiter analysiert.
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