Ukraine: Russland verstärkt Angriffe auf fahrende Personenzüge
Wichtige Fakten
- • Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff in Bilopillia, Region Sumy.
- • Ukrainischer Großangriff auf Krim: ein Toter, 34 Wohnblöcke beschädigt.
- • Russland meldet Abschuss von 203 ukrainischen Drohnen.
- • Russland greift zunehmend ukrainische Personenzüge an: 5 Tote Ende Januar.
- • Ukrainische Bahn evakuiert Züge bei Drohnenalarm, auch auf offener Strecke.
Gegenseitige Angriffe in der Nacht
In der Nacht zum 26. April 2026 haben Russland und die Ukraine erneut gegenseitige Angriffe durchgeführt, bei denen mehrere Menschen getötet und verletzt wurden. Laut ukrainischen Militärangaben kamen bei einem russischen Drohnenangriff in der Gemeinde Bilopillia in der Region Sumy zwei Männer im Alter von 48 und 72 Jahren ums Leben. In der Stadt Dnipro wurde eine weitere Person getötet. Tags zuvor waren dort mindestens acht Menschen durch anhaltende russische Attacken gestorben, die 20 Stunden gedauert hatten.
Schwere ukrainische Angriffe auf der Krim
Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gab es nach Behördenangaben in Sewastopol einen Toten und vier Verletzte. Gouverneur Michail Raswoschajew sprach von einer der schwersten Attacken seit Kriegsbeginn und berichtete von Schäden an 34 Wohnblöcken, Einfamilienhäusern und Autos. Die Flugabwehr habe 71 Luftziele abgeschossen. Auch eine Bahnstrecke wurde beschädigt, was zu möglichen Verspätungen führen könne. Russland hatte die Krim 2014 annektiert; international wird dieser Schritt nicht anerkannt.
Steigende Angriffe auf Züge
Russland greift zunehmend ukrainische Personenzüge während der Fahrt an, wie die Bahn und das Militär bestätigen. Ziel sei es, Zivilisten zu töten. Allein Ende Januar starben fünf Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen Fernzug mit 291 Passagieren in der Region Charkiw. Die ukrainische Bahn hat daraufhin beschlossen, Züge bei drohenden Angriffen zu evakuieren – auch auf offener Strecke. Dies rette Leben, so Bahnchef Pertsowskiy, führe aber zu Verspätungen. Zahlreiche Bahnmitarbeiter und Reisende wurden in den vergangenen Wochen getötet.
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