Ukrainische Drohnenangriffe stürzen Krim in schwere Versorgungskrise
Wichtige Fakten
- • Über 70 % der 2,5 Mio. Einwohner haben Stromausfälle erlebt.
- • Ukraine griff 240 russische Militär-Lkw in einer Woche an.
- • 90 Schiffe im Asowschen Meer wurden von Ukraine getroffen.
- • Behörden verboten Benzinverkauf an Privatpersonen vorübergehend.
- • Putin versprach Subventionen für Treibstoff, aber Lage bleibt angespannt.
Versorgungskrise auf der Krim
Seit Jahresbeginn führt die Ukraine ihre größte Luftkampagne gegen die von Russland annektierte Halbinsel Krim durch. Drohnen und Raketen attackieren nicht nur militärische Ziele, sondern auch die Energie- und Treibstoffinfrastruktur. Infolgedessen fehlt es in weiten Teilen der Krim an Strom, Wasser und Benzin. Nach Angaben der Guardian-Analyse waren über 70 % der 2,5 Millionen Einwohner von Stromausfällen betroffen, viele tagelang ohne Elektrizität und fließend Wasser.
Tourismus und Versorgung zusammengebrochen
Der Tourismus, einst das Rückgrat der Region, ist nahezu zum Erliegen gekommen. Hotel- und Restaurantbetreiber berichten von leeren Betten, langen Schlangen an Tankstellen und mangelhafter Versorgung mit frischen Lebensmitteln. Die von Moskau eingesetzte Verwaltung rief den Notstand aus und stoppte vorübergehend den Benzinverkauf an Privatleute, um die Militär- und Rettungsdienste zu bevorraten.
Dennoch machen die ständigen Angriffe die Lage zunehmend unhaltbar. Einheimische bitten in sozialen Medien dringend um Hilfe, während sich die lokale Selbsthilfe über Telegramkanäle organisiert, um die nächste Tankstelle mit Benzin oder Nachbarschaften mit Strom zu finden.
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