UN erklärt transatlantischen Sklavenhandel zum schwersten Menschheitsverbrechen
Wichtige Fakten
- • 123 Staaten stimmten für die UN-Resolution, 3 dagegen (Argentinien, Israel, USA).
- • Viele westliche Staaten wie EU-Länder, UK, Kanada und Australien enthielten sich.
- • Die Resolution beschreibt den transatlantischen Sklavenhandel als "gravest crime against humanity".
- • Die Afrikanische Union hat 2026-2036 zur "Dekade der Reparationen" erklärt.
- • Ghanas Präsident John Mahama wurde zum Reparations-Beauftragten der Afrikanischen Union ernannt.
Historische UN-Resolution
Die UN-Vollversammlung hat mit einer deutlichen Mehrheit von 123 Staaten eine Resolution verabschiedet, die den transatlantischen Sklavenhandel als "das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet. Die Abstimmung offenbarte tiefe weltpolitische Gräben: Während afrikanische, asiatische, karibische und die meisten lateinamerikanischen Staaten sowie die arabische Welt zustimmten, enthielten sich zahlreiche westliche Länder wie EU-Mitglieder, das Vereinigte Königreich, Kanada und Australien. Lediglich Argentinien, Israel und die USA votierten dagegen.
Politische Kontroverse und nächste Schritte
Die Resolution ist zwar nicht rechtlich bindend, wird aber als wichtiger symbolischer Schritt gewertet, der die Tür für Reparationsforderungen öffnen könnte. Gegner der Resolution, darunter die USA, lehnen rechtliche Verpflichtungen für historisches Unrecht ab, das nach damaligem Völkerrecht nicht illegal war. Die Afrikanische Union hat unter Führung von Ghanas Präsident John Mahama, der zum Reparations-Beauftragten ernannt wurde, die Jahre 2026-2036 zur "Dekade der Reparationen" erklärt und arbeitet bereits an einem Rahmen für Wiedergutmachungsgerechtigkeit.
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