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International 27.03.2026, 13:07 Aktualisiert: 27.03.2026, 18:12

UN erklärt transatlantischen Sklavenhandel zum schwersten Menschheitsverbrechen

123 Staaten stimmten für die UN-Resolution gegen Sklavenhandel.

Wichtige Fakten

  • 123 Staaten stimmten für die UN-Resolution gegen Sklavenhandel.
  • USA, Israel und Argentinien stimmten gegen die Erklärung.
  • EU-Staaten, Australien und Kanada enthielten sich der Abstimmung.
  • Die Afrikanische Union rief 2026-36 zur Reparationsdekade aus.
  • Ghanas Präsident Mahama wird Reparationsbeauftragter der Afrikanischen Union.

Historische UN-Resolution verabschiedet

Die UN-Vollversammlung hat mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die den transatlantischen Sklavenhandel als "das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet. 123 Staaten stimmten für den Antrag, der von Ghana und der Afrikanischen Union vorangetrieben wurde. UN-Generalsekretär António Guterres forderte nach der Abstimmung "weitaus mutigere Maßnahmen".

Geteilte internationale Reaktionen

Während die Mehrheit der UN-Mitglieder, darunter afrikanische, asiatische, karibische und arabische Staaten, die Resolution unterstützten, enthielten sich westliche Länder wie EU-Staaten, Australien und Kanada. Die USA, Israel und Argentinien stimmten dagegen. Kritiker der Resolution argumentieren mit der Rückwirkung von internationalem Recht und lehnen rechtliche Ansprüche auf Reparationen ab.

Afrikanische Union plant nächste Schritte

Die Afrikanische Union hat die Jahre 2026 bis 2036 zur "Dekade der Reparationen" erklärt und Ghanas Präsident John Mahama als Reparationsbeauftragten benannt. Ein Expertengremium erarbeitet derzeit einen Rahmen für Wiedergutmachungsmaßnahmen und bindet Nachfahren versklavter Menschen weltweit ein. Mahama, der 2027 den Vorsitz der Afrikanischen Union übernehmen könnte, zeigte sich zuversichtlich, den Kampf fortzusetzen.

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