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International 25.03.2026, 17:51 Aktualisiert: 25.03.2026, 23:07

UN erkennt transatlantischen Sklavenhandel als schwerstes Menschheitsverbrechen an

123 Länder stimmten für die Resolution, 3 dagegen (USA, Israel, Argentinien).

Wichtige Fakten

  • 123 Länder stimmten für die Resolution, 3 dagegen (USA, Israel, Argentinien).
  • Die Resolution fordert Entschädigungen und Rückgabe geraubter Kulturgüter.
  • 12-15 Millionen Menschen wurden zwischen 1500 und 1800 versklavt.
  • 52 Länder enthielten sich, darunter das Vereinigte Königreich und EU-Mitglieder.
  • Die Resolution ist rechtlich nicht bindend, hat aber politisches Gewicht.

UN-Abstimmung zur historischen Resolution

Die UN-Vollversammlung hat mit 123 Ja-Stimmen eine Resolution verabschiedet, die den transatlantischen Sklavenhandel als "das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit" anerkennt. Dagegen stimmten die USA, Israel und Argentinien, während 52 Länder, darunter das Vereinigte Königreich und EU-Mitgliedstaaten, sich enthielten. Der von Ghana eingebrachte Text fordert UN-Mitglieder auf, sich für den Sklavenhandel zu entschuldigen, Entschädigungen zu prüfen und geraubte Kulturgüter zurückzugeben, ohne jedoch konkrete Geldsummen festzulegen. Die Resolution wird von der Afrikanischen Union und der Karibischen Gemeinschaft unterstützt.

Historischer Hintergrund und aktuelle Debatten

Zwischen 1500 und 1800 wurden schätzungsweise 12 bis 15 Millionen Menschen aus Afrika verschleppt und in Amerika zur Sklavenarbeit gezwungen, wobei über zwei Millionen auf der Überfahrt starben. Ghana, einst ein Hauptumschlagplatz des Handels, argumentiert, dass die Folgen wie Rassismus und Unterentwicklung bis heute anhalten. Die Resolution zielt darauf ab, "Wiedergutmachungsgerechtigkeit" zu fördern, was in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen hat. Experten betonen, dass es nicht um eine Hierarchie von Verbrechen geht, sondern um die angemessene historische Einordnung.

Internationale Reaktionen und Kontroversen

Länder wie das Vereinigte Königreich und die USA lehnen Entschädigungen traditionell ab, da heutige Institutionen nicht für historische Verbrechen verantwortlich gemacht werden könnten. Der britische UN-Botschafter James Kariuki kritisierte die Formulierung der Resolution und warnte davor, historische Gräueltaten zu hierarchisieren. Ghanas Präsident John Dramani Mahama nannte die Resolution "historisch" und kritisierte zugleich die US-Politik unter Donald Trump, die seiner Ansicht nach zur Löschung schwarzer Geschichte beitrage. Der US-Botschafter Dan Negrea wies dies zurück und betonte, dass die USA kein Recht auf Entschädigungen für historische Unrechte anerkennen.

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