Verhandlungen zwischen USA und Iran vor Ablauf der Waffenruhe in Schwebe
Wichtige Fakten
- • Die Waffenruhe zwischen USA und Iran läuft am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus.
- • US-Vizepräsident JD Vance soll mit seinem Team am Dienstag nach Islamabad reisen.
- • Iran knüpft seine Teilnahme an die Aufhebung der US-Seeblockade im Hormus.
- • Die US-Marine hat 27 Schiffe abgehalten und ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt.
- • Die Blockade hat Ölpreise auf über 95 US-Dollar getrieben und weltweit Energieengpässe verursacht.
Zeitdruck vor Ablauf der Waffenruhe
Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus, was aufgrund des Zeitunterschieds in Iran am Donnerstagmorgen geschieht. Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um Vizepräsident JD Vance bereit, am Dienstag nach Islamabad zu reisen, um neue Gespräche zu führen. Allerdings hat der Iran einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell noch nicht zugestimmt und knüpft seine Teilnahme an die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen im strategisch wichtigen Hormus. Pakistan hat die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt hochgefahren und Hotels für mögliche Delegationen vorbereitet.
Strittige Punkte und Drohungen
Hauptstreitpunkte bleiben die US-Forderung, dass der Iran sein angereichertes Uran abgibt, sowie die Zukunft des Hormus. Die USA zeigen sich optimistisch, betonen aber, dass die Blockade erst nach einer Vereinbarung aufgehoben wird. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf lehnt Verhandlungen unter Drohungen ab und warnt, dass Iran neue militärische Mittel in der Hinterhand habe. Zudem hat die US-Marine nach eigenen Angaben 27 Schiffe abgehalten und am Sonntag ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt, was Iran als 'Piraterie' und Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, die USA stünden kurz vor einer Einigung und würden ein 'wirklich gutes Abkommen' schließen.
Wirtschaftliche Auswirkungen und globale Folgen
Die Unsicherheit hat bereits zu erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen geführt, mit Ölpreisen über 95 US-Dollar pro Barrel. Die Blockade des Hormus, durch den etwa 20% des weltweiten Öls transportiert werden, hat Energieengpässe und steigende Kraftstoffpreise weltweit verursacht, was in einigen Ländern zu Diebstählen an Tankstellen und Missbrauch von Personal geführt hat. Die Internationale Energieagentur bezeichnet die Krise als die schlimmste in der Geschichte, mit Erholungszeiten von etwa zwei Jahren. US-Präsident Donald Trump droht mit der Wiederaufnahme von Bombardierungen, falls bis zur Frist keine Einigung erzielt wird, und betont, dass er unter keinem Druck stehe, einen Deal zu erzielen.
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