US-Iran-Friedensgespräche vertagt – Kämpfe im Libanon eskalieren
Wichtige Fakten
- • US-Vizepräsident Vance sagte Reise zu Friedensgesprächen in die Schweiz ab.
- • Iran verlangt vor Gesprächsbeginn US-Zusagen wie Hafenblockade-Aufhebung.
- • Israel tötet 18 Menschen im Libanon, vier eigene Soldaten getötet.
Verschiebung der Friedensgespräche
Die für den 19. Juni 2026 in Luzern geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran wurden kurzfristig abgesagt. US-Vizepräsident JD Vance sagt seine Reise ab; das Weiße Haus begründet dies mit noch nicht abgeschlossenen Planungen. Iran drängt laut Tasnim auf die Umsetzung der im Rahmenabkommen versprochenen Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, bevor weitere Verhandlungen beginnen. Das US-Kommando CENTCOM bestätigte das Ende der Seeblockade, wie Tagesschau und BBC berichten.
Kämpfe im Libanon trotz Waffenruhe
Das Rahmenabkommen sieht „sofortiges Kriegsende an allen Fronten, auch im Libanon“ vor. Dennoch hält Israel an seiner Militäroffensive fest; israelische Luftangriffe forderten 18 Tote im Südlibanon, wie die libanesische Nachrichtenagentur NNA und der Guardian melden. Hisbollah antwortete mit Raketen, vier israelische Soldaten starben, fünf wurden verletzt. Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir forderte eine harte Linie und Rücktritte. US-Vizepräsident Vance kritisierte Israel offen: Angriffe auf Zivilisten seien „nicht akzeptabel“.
Offene Kernfragen belasten Verhandlungen
Noch sind Atom-Status sowie die künftige Nutzung und Gebühren für die Straße von Hormus ungeklärt. Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei billigte den Deal „notgedrungen“. Frankreichs Außenminister Barrot appellierte an Israel, die Feuerpause zu respektieren und den Druck der USA zu nutzen. Iran warnte: Im Falle von Übergriffen stehe eine „entschlossene Antwort“ bereit.
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