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International 23.04.2026, 14:50 Aktualisiert: 23.04.2026, 18:01

Trump behauptet Kontrolle über Straße von Hormus – Krise spitzt sich zu

Trump befahl der US-Marine, auf iranische Minenleger zu schießen.

Wichtige Fakten

  • Trump befahl der US-Marine, auf iranische Minenleger zu schießen.
  • Iran erhob erstmals Durchfahrtsgebühren in der Straße von Hormus.
  • Daten zeigen, dass trotz Blockade 34 Tanker die Meerenge passierten.
  • Pentagon soll Räumung von Minen in sechs Monaten prognostiziert haben.
  • IEA warnt vor schwerster Energiekrise durch Ausfall von 13 Mio. Barrel täglich.

Neue Eskalation und Trumps Drohungen

Die Lage in der Straße von Hormus bleibt äußerst angespannt. US-Präsident Donald Trump drohte erneut, jedes iranische Minenlegerschiff zu beschießen und töten zu lassen – selbst die kleinsten Boote. Er behauptet, die USA hätten die „totale Kontrolle“ über die strategisch wichtige Meerenge. Indes berichten iranische Medien, dass Teheran erstmals Einnahmen aus Durchfahrtsgebühren erhalten habe, was die Blockade unterläuft.

Blockade und Schattenflotte

Die US-Marine hat seit dem 13. April 34 Tanker zum Umkehren aufgefordert. Doch Daten von Vortexa zeigen, dass 34 illegale Tanker die Meerenge durchquerten. Die Pentagon-Schätzung einer sechsmonatigen Räumung von Flussminen wurde zwar dementiert, aber die Sorgen um die täglich ausfallenden 13 Mio. Barrel Öl wachsen. Die maritime Schattenflotte ignoriert weiterhin die Blockade.

Internationale Reaktionen und Ausblick

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor der schwersten Energiekrise aller Zeiten. Italien will bis zu vier Minenräumer entsenden. Die UN arbeitet an Perspektiven für eine Nachfolge der Unifil-Mission im Libanon. Israel droht offen, Iran mit US-Unterstützung in „die Steinzeit zurückbomben“ zu wollen, falls die Waffenruhe bröckelt.

Die Blockade betrifft rund ein Fünftel des Welthandels mit Öl und Gas – eine monatelange Beeinträchtigung hätte katastrophale wirtschaftliche Folgen für Europa, Asien und die USA. Ein Riss durch die iranische Führung erschwert zudem ernsthafte Verhandlungen.

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