US-Programm für globale Internetfreiheit droht zu kollabieren
Wichtige Fakten
- • Das US-Programm Internet Freedom hat seit 2014 über 500 Millionen US-Dollar vergeben.
- • 2025 wurden keine neuen Fördermittel mehr ausgegeben, was zu Entlassungen führte.
- • Das Programm unterstützte Tools wie Signal und Tor für anonyme Kommunikation.
- • Kürzungen betreffen Zensurumgehung in Ländern wie Iran, China und Myanmar.
- • Die USA traten 2026 aus der Freedom Online Coalition aus.
Budgetkürzungen gefährden globale Internetfreiheit
Das von den USA finanzierte Programm Internet Freedom, das seit fast zwei Jahrzehnten Technologien zur Umgehung von Internetzensur in autoritären Staaten unterstützt, steht vor dem Kollaps. Laut Guardian-Berichten wurden 2025 keine neuen Fördermittel mehr vergeben, nachdem das Trump-Administration die Mittel drastisch gekürzt und Personal entlassen hatte. Das Programm, verwaltet vom US-Außenministerium und der US Agency for Global Media, hat in den letzten zehn Jahren über 500 Millionen US-Dollar an kleine Gruppen weltweit ausgezahlt, darunter in Iran, China und den Philippinen.
Technologien und Auswirkungen
Die finanzierten Technologien, wie der Tor-Browser oder verschlüsselte Messenger, ermöglichten es Aktivisten, in Ländern wie Iran während Protesten zu kommunizieren oder in China die Firewall zu umgehen. Experten warnen, dass die Kürzungen diese lebenswichtigen Tools gefährden und autoritären Regimen wie China oder Iran erlauben könnten, ihre digitale Kontrolle zu verstärken, etwa durch den Export von Überwachungstechnik nach Afrika und Asien.
Reaktionen und Zukunftsperspektiven
Während einige Gruppen hoffen, dass Europa die Finanzierung übernehmen könnte, arbeiten andere ohne Bezahlung weiter. Ein ehemaliger US-Beamter beschrieb das Programm als "effektiv ausgehöhlt", und ein digitaler Rechtsexperte betonte die wachsende Nachfrage nach diesen Technologien angesichts weltweit zunehmender Zensur.
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