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International 27.06.2026, 11:00 Aktualisiert: 27.06.2026, 12:02

US Supreme Court erlaubt Abschiebung von Haitianern - Springfield in Angst

Supreme Court erlaubt Ende des TPS-Schutzes für Haitianer (6:3).

Wichtige Fakten

  • Supreme Court erlaubt Ende des TPS-Schutzes für Haitianer (6:3).
  • Etwa 350.000 Haitianer und Syrer verlieren ihre Arbeitserlaubnis.
  • Springfield, Ohio, hat tausende Haitianer aufgenommen.
  • Gouverneur DeWine nannte die Entscheidung einen Fehler.
  • TPS-Haitianer planen Massenabwanderung aus Springfield.

Unsicherheit für Haitianer nach Supreme-Court-Urteil

Der Oberste Gerichtshof der USA hat der Trump-Administration erlaubt, den vorübergehenden Schutzstatus (TPS) für Haitianer und Syrer zu beenden. Rund 350.000 haitianische Staatsbürger, die seit Jahren legal in den USA leben und arbeiten, droht die Abschiebung. Die Entscheidung fiel mit 6:3 Stimmen; unter den Befürwortern war auch Richterin Amy Coney Barrett, die selbst zwei Kinder aus Haiti adoptiert hat. Kritiker werfen dem Gericht vor, eine "weiß-suprematistische Agenda" zu verfolgen.

Springfield steht vor tiefgreifenden Veränderungen

In Springfield, Ohio, wo sich eine große haitianische Gemeinde angesiedelt hat, löst das Urteil existenzielle Ängste aus. Viele Haitianer arbeiten in Fabriken oder haben eigene Geschäfte aufgebaut. Der frühere Bürgermeister Warren Copeland und seine Frau Clara berichten von einer emotionalen Krise: "Sie haben unsere Sprache gelernt, und jetzt sagen wir ihnen, sie müssen gehen." Die Stadt erlebte schon während des Wahlkampfs rassistische Anfeindungen, darunter den Vorwurf, Einwanderer würden Haustiere essen.

Wirtschaftliche und humanitäre Folgen befürchtet

Der republikanische Gouverneur Mike DeWine kritisierte die Entscheidung scharf: "Die Lage in Haiti könnte kaum schlimmer sein – Banden, keine funktionierende Regierung." Bereits jetzt bremst die Abwanderung der Haitianer die lokale Wirtschaft. Immigrantenvertreter warnen, die völlige Abschaffung von TPS könne 1,3 Millionen Menschen treffen. Viele Betroffene planen bereits die Flucht, um einer Festnahme durch die Einwanderungsbehörde ICE zu entgehen. Ein US-Bürger berichtet von kidnappten Kindern und ständiger Bedrohung in Haiti.

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