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International 11.03.2026, 11:36 Aktualisiert: 11.03.2026, 23:05

Neue Enthüllungen zu Mandelsons Botschafterernennung belasten Starmer

Premier Keir Starmer wurde vor Mandelsons Ernennung über dessen enge Beziehung zu Jeffrey Epstein gewarnt.

Wichtige Fakten

  • Premier Keir Starmer wurde vor Mandelsons Ernennung über dessen enge Beziehung zu Jeffrey Epstein gewarnt.
  • Mandelson erhielt 75.000 Pfund Abfindung nach Forderung von über 500.000 Pfund.
  • Sicherheitsberater Powell kritisierte den "merkwürdig überhasteten" Ernennungsprozess.
  • Mandelson erhielt hochklassifizierte Briefings vor Abschluss der Sicherheitsüberprüfung.

Enthüllungen belasten Starmers Urteilsvermögen

Neue Dokumente offenbaren, dass Premierminister Keir Starmer vor der Ernennung von Lord Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA über dessen enge Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gewarnt wurde. Eine Due-Diligence-Prüfung vom Dezember 2024 wies auf ein "allgemeines Reputationsrisiko" hin und erwähnte, dass Mandelson nach Epsteins Verurteilung 2008 weiter Kontakt zu ihm hatte und sogar in dessen Haus übernachtete, während Epstein im Gefängnis saß. Dennoch überging Starmer diese Warnungen und ernannte den Labour-Veteranen im Dezember 2024 zum Botschafter.

Kritik am überhasteten Verfahren

Starmers nationaler Sicherheitsberater Jonathan Powell bezeichnete den Ernennungsprozess als "merkwürdig überhastet" und äußerte Bedenken gegenüber Starmers damaligem Stabschef Morgan McSweeney. Auch Philip Barton, der höchste Beamte im Außenministerium, hatte Vorbehalte. Die Dokumente zeigen zudem, dass Mandelson hochklassifizierte Briefings vom Außenministerium erhielt, bevor seine formale Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen war – ein Verfahren, das nun überprüft wird.

Abfindungszahlung und politische Folgen

Nach seiner Entlassung im September 2025 wegen neuer Enthüllungen über die Epstein-Verbindung forderte Mandelson zunächst über 500.000 Pfund Abfindung, erhielt aber nach Verhandlungen 75.000 Pfund. Der konservative Schattenminister Alex Burghart kritisierte, Starmer habe "nationale Sicherheitsvorkehrungen lässig behandelt". Die Veröffentlichung der Dokumente wurde von den Konservativen erzwungen und belastet Starmers Urteilsvermögen, während Mandelson unter polizeilicher Untersuchung wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch steht.

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