USA greifen Iran nach Hubschrauberabschuss an
Wichtige Fakten
- • US-Militär griff am Dienstag iranische Ziele an.
- • Trump machte Iran für Abschuss eines Apache-Hubschraubers verantwortlich.
- • Die zwei Piloten wurden durch Drohne gerettet.
- • Fragile Waffenruhe zwischen USA und Iran ist gefährdet.
US-Vergeltung nach Helikopter-Abschuss
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben „Selbstverteidigungsschläge“ gegen Iran durchgeführt. Präsident Trump wies das Militär an, als Vergeltung für den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers am Vortag zu reagieren. Ziel der Angriffe seien Radar- und Luftabwehranlagen entlang der Straße von Hormus gewesen, wie US-Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte berichteten. Das US-Zentralkommando (Centcom) sprach von einer „verhältnismäßigen Antwort“. Begonnen hätten die Angriffe am Dienstag um 17:00 Uhr US-Ostküstenzeit. Trumps Vorwurf an Iran erfolgte auf Truth Social; er drohte bereits zuvor mit Vergeltung. Der Vorfall ereignete sich nahe der Küste Omans. Die beiden Besatzungsmitglieder des Helikopters wurden von einer unbemannten Drohnenboot geborgen.
Waffenruhe in Gefahr
Die Eskalation gefährdet die im April vereinbarte Waffenruhe zwischen Washington und Teheran. Trump hatte noch zuvor Optimismus bezüglich einer diplomatischen Lösung geäußert. Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf warnte, seine Seite beherrsche neben der Diplomatie auch „andere Sprachen“. Seit Beginn der US- und israelischen Angriffe Ende Februar hat der Konflikt die Weltwirtschaft belastet, die Energiepreise in die Höhe getrieben und Nahrungsmittel verteuert. Zivilisten wurden Berichten zufolge getötet. Separate Gefechte zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah im Libanon verstärkten die Krise. Ein konkretes Friedensabkommen ist bisher nicht in Sicht. Das Pentagon gewährt der Besatzung des abgestürzten Helikopters medizinische Dienste.
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