Iran-Krieg: Gespräche festgefahren, Kosten auf 29 Milliarden Dollar gestiegen
Wichtige Fakten
- • Pentagon korrigiert Kriegskosten auf knapp 29 Milliarden Dollar.
- • Trump: Waffenruhe habe nur noch ein Prozent Überlebenschance.
- • Iran bestreitet Zusage zur Ausfuhr von angereichertem Uran.
- • Israel tötete seit Waffenruhe 380 Menschen im Südlibanon.
- • Saudi-Arabien führte Vergeltungsschläge gegen Iran durch.
Festgefahrene Verhandlungen
Die indirekten Gespräche zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Krieges kommen nicht voran. Präsident Trump nannte die Waffenruhe „extrem fragil mit einer Überlebenschance von einem Prozent“ und warf Iran vor, Zusagen gebrochen zu haben. Iran wies die Vorwürfe zurück, bestritt eine Zustimmung zur Uranausfuhr und drohte mit Vergeltung. Ein von Iran vorgelegter Friedensplan, der Reparationen, Souveränität über die Straße von Hormus und ein Ende der Sanktionen forderte, wurde von den USA als inakzeptabel abgelehnt.
Steigende Kriegskosten und neue Militärkonflikte
Das Pentagon aktualisierte die Kriegskosten auf knapp 29 Milliarden Dollar – vier Milliarden mehr als vor zwei Wochen geschätzt. Grund seien Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten sowie Betriebskosten. In einer Anhörung kritisierten Demokraten wie Rosa DeLauro mangelnde Transparenz. Derweil verschärft sich die Lage im Südlibanon: Israelische Angriffe töteten seit der Waffenruhe 380 Menschen, darunter viele Zivilisten. Saudi-Arabien führte erstmals direkte Vergeltungsschläge gegen Iran durch, wie Reuters berichtete.
Diplomatische Fronten und Geheimdienstlage
Trump reiste nach China, um mit Präsident Xi über Iran zu sprechen, bezeichnete das Land aber als „unter Kontrolle“. Der NYT zufolge widersprechen Geheimdienstberichte Trumps Darstellung: Iran habe 30 von 33 Raketenstandorten an der Straße von Hormus wiederhergestellt. Australien beteiligt sich an einer französisch-britischen Mission zur Sicherung der Schifffahrt. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf betonte: „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“
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