USA und Iran kurz vor Friedensabkommen – Neue Gefechte in der Straße von Hormus
Wichtige Fakten
- • US-Militär schoss mehrere iranische Drohnen ab, die Handelsschiffe bedrohten.
- • Pakistan vermittelt: Unterzeichnung eines Friedensabkommens in 24 Stunden erwartet.
- • Irans Außenminister bestätigt weitgehend finalisierten Text für Absichtserklärung.
- • Israel setzt Angriffe im Libanon fort, obwohl Waffenruhe angestrebt wird.
- • Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit Kriegsbeginn optimistischer Dealsignale.
Diplomatischer Durchbruch trotz erneuter Kämpfe
Ein Abkommen zwischen den USA und Iran zur Beendigung des seit Ende Februar andauernden Krieges scheint greifbar, obwohl es erneut zu Kampfhandlungen kam. Die USA schossen nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnen ab, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus bedrohten.Trotz dieser Eskalation stehen die USA und Iran laut Vermittler Pakistan kurz vor einer Einigung. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif erklärte auf X, die elektronische Unterzeichnung eines Friedensabkommens stehe unmittelbar bevor, sobald das Abkommen finalisiert sei.
Inhalte und Streitpunkte des Abkommens
Der Entwurf umfasst die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie die Aufhebung der US-Seeblockade gegen den Iran, wie der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte. Details zu offenen Punkten wie dem iranischen Atomprogramm und Sanktionen sollen in einem 60-tägigen Folgeprozess verhandelt werden. Die USA betonen, dass wirtschaftliche Vorteile für den Iran erst nach überprüfbaren Zugeständnissen greifen sollen. Offen blieb, wie der Krieg im Libanon genau in das Abkommen integriert wird: Araghtschi zufolge soll es auch ein Ende des Israel-Libanon-Konflikts bedeuten, was israelischerseits prompt verneint wurde.
Weitere militärische Spannungen
Israel kündigte indes neue Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Südlibanon an und forderte die Bewohner von rund 20 Ortschaften zur Flucht auf, während Hisbollah von erfolgreichen Angriffen auf vorrückende israelische Truppen sprach. So bleibt die militärische Lage angespannt, ungeachtet aller Verhandlungsfortschritte. US-Präsident Donald Trump selbst hatte zuvor erklärt, geplante Angriffe auf Iran abgesagt zu haben, weil die Vermittler eine „großartige Einigung“ erzielt hätten. Der internationale Ölpreis fiel allein aufgrund dieser optimistischen Aussichten auf den tiefsten Stand seit Kriegsbeginn.
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