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Wirtschaft 21.07.2026, 05:16 Aktualisiert: 21.07.2026, 15:02

USA verhängen 50-Prozent-Zölle auf kanadische Importe

50-Prozent-Zölle auf kanadische Produkte ab 21.07.2026.

Wichtige Fakten

  • 50-Prozent-Zölle auf kanadische Produkte ab 21.07.2026.
  • Betroffen: Wein, Hockeyschläger, Zement; Ausnahmen für Energie.
  • Zölle basieren auf Sektion 338 des Tarifgesetzes von 1930.
  • Kanada warf USA Verstoß gegen USMCA-Abkommen vor.
  • Ontarios Premier Ford rief zu Gegenzöllen auf.

Verschärfung des Handelsstreits

Die USA haben neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf kanadische Importe angekündigt, die in 30 Tagen in Kraft treten sollen. Betroffen ist eine breite Palette von Gütern wie Hockeyschläger, Wein und Zement, wobei Energie, Fisch, kritische Mineralien und Kali ausgenommen sind. Die Maßnahme stützt sich auf Sektion 338 des Tarifgesetzes von 1930 und umfasst auch Produkte, die eigentlich unter das USMCA-Abkommen fallen. US-Präsident Trump begründet die Zölle mit einer „diskriminierenden Behandlung“ von US-Autos, Alkohol und Milchprodukten durch Kanada. Die US-Regierung wirft Kanada zudem unfaire Handelspraktiken vor, die in früheren Vergeltungszöllen Kanadas begründet sind.

Reaktionen aus Kanada

Kanadas Premierminister Mark Carney wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Zölle als „direkten Verstoß“ gegen das USMCA-Abkommen. Er signalisierte jedoch Verhandlungsbereitschaft und kündigte an, die Wirtschaftsgespräche mit den USA zu intensivieren. Kanadische Provinzpremiers wie Doug Ford aus Ontario riefen zu Gegenzöllen auf: „Tarif für Tarif, Dollar für Dollar“. Die kanadische Handelskammer warnte vor einer weiteren Eskalation und forderte sinnvolle Fortschritte in den Verhandlungen.

Jüngste Entwicklungen

Zuvor hatte Trump Kanada auch mit Zöllen aufgrund von Waldbrandrauch aus Kanada gedroht, der die Luftqualität in den USA belastet. In ersten Reaktionen zeigten sich kanadische Politiker aller Parteien empört: Konservative sprachen von einem „unakzeptablen Angriff“ und New Democrats nannten Trump einen „realitätsfernen Präsidenten“. Die neuen Zölle folgen auf die Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs im Februar, der Trumps zuvor globale Zölle für illegal erklärte. Die USA haben bisher über 81 Milliarden Dollar an Zöllen zurückzahlen müssen.

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