USA verhandeln mit Dänemark über drei neue Militärstützpunkte in Grönland
Wichtige Fakten
- • USA verhandeln über drei neue Militärbasen im Süden Grönlands.
- • Basen sollen russische und chinesische maritime Aktivitäten überwachen.
- • Eine Basis könnte in Narsarsuaq auf einem ehemaligen US-Stützpunkt entstehen.
- • Verhandlungen laufen über ein bestehendes Sicherheitsabkommen von 1951.
- • Trump hatte zuvor Drohungen zur gewaltsamen Übernahme Grönlands ausgesprochen.
Hintergrund der Verhandlungen
Die USA führen seit Monaten regelmäßige Gespräche mit Dänemark über den Ausbau ihrer militärischen Präsenz in Grönland. Wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen der BBC mitteilten, planen US-Beamte, drei neue Militärstützpunkte im Süden des autonomen dänischen Territoriums zu errichten. Die Gespräche folgen auf eine diplomatische Krise, die Präsident Donald Trump im Januar auslöste, als er drohte, Grönland notfalls mit Gewalt zu übernehmen. Das Weiße Haus bestätigte hochrangige Gespräche, nannte aber keine Details.
Details der geplanten Stützpunkte
Die neuen Basen sollen der Überwachung russischer und chinesischer maritimer Aktivitäten im GIUK-Gap dienen, einer strategisch wichtigen Meerenge zwischen Grönland, Island und Großbritannien. Eine Basis könnte am Standort des ehemaligen US-Stützpunkts in Narsarsuaq entstehen. Analysten zufolge würden die USA bestehende Infrastrukturen wie Flugplätze und Häfen nutzen, um Kosten zu senken. Die Verhandlungen laufen im Rahmen eines Sicherheitsabkommens von 1951, das den USA weitgehende Rechte zur militärischen Expansion einräumt.
Diplomatische Entwicklungen
Die Gespräche werden von US-Außenamtssprecher Michael Needham geleitet, der sich nach Angaben eines hochrangigen Diplomaten sehr professionell verhält. Seit Mitte Januar gab es mindestens fünf Treffen. Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen bezeichnete die Verhandlungen als Schritt in die richtige Richtung. Zwar wurde keine formelle Einigung erzielt, aber beide Seiten zeigen sich optimistisch. Trump-Sondergesandter Jeff Landry nahm anders als erwartet nicht an den Gesprächen teil, sondern agierte eher als öffentlicher Unterstützer.
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