USA verstärken Luftangriffe gegen IS in Syrien
Wichtige Fakten
- • US-Streitkräfte führten 10 Luftangriffe auf über 30 IS-Ziele durch.
- • Damaskus kontrolliert nun IS-Gefangenenlager nach Offensive gegen SDF.
- • USA evakuierten 5.700 IS-Verdächtige aus Nordsyrien in den Irak.
Operation Hawkeye Strike
Die US-Streitkräfte haben zwischen dem 3. und 12. Februar zehn Luftangriffe auf mehr als 30 Ziele des Islamischen Staats (IS) in Syrien durchgeführt, darunter Infrastruktur und Waffenlager. Diese Angriffe sind Teil der Operation Hawkeye Strike, die nach einem tödlichen Anschlag auf US- und syrische Kräfte in Palmyra gestartet wurde, bei dem zwei US-Soldaten und ein Dolmetscher getötet wurden.
Neue Rolle für Damaskus
Die USA lobten die syrische Regierung für ihre Teilnahme an der Anti-IS-Koalition, nachdem Syrien im November offiziell beigetreten ist. Analysten warnen jedoch, dass der IS versucht, sich nach dem Sturz von Assad im Dezember 2024 im Sicherheitsvakuum neu zu formieren. Gleichzeitig übernahm Damaskus die Kontrolle über wichtige IS-Gefängnisse und Lager, darunter das al-Hawl-Camp, nach einer Offensive gegen die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die 80% ihres Territoriums verloren.
Evakuierung und Truppenabbau
Die USA evakuierten in den letzten Wochen 5.700 männliche IS-Verdächtige aus Nordsyrien in den Irak, wo sie vor Gericht gestellt werden sollen, und reduzierten ihre Truppenpräsenz in Syrien, unter anderem durch die Räumung der Basis al-Tanf. Humanitäre Organisationen berichten, dass der Ausländerteil des al-Hawl-Camps, in dem etwa 6.000 Frauen und Kinder aus 42 Ländern untergebracht waren, inzwischen weitgehend geleert wurde, wobei das Schicksal der Insassen unklar bleibt.
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