Venezolaner verklagen US-Flugfirmen wegen Abschiebung nach El Salvador
Wichtige Fakten
- • Mehr als 230 Venezolaner wurden im März 2025 nach El Salvador abgeschoben.
- • Die Männer wurden im berüchtigten Cecot-Gefängnis vier Monaten eingesperrt und gefoltert.
- • Die US-Flugfirmen CSI Aviation und GlobalX transportierten sie trotz richterlicher Anordnung.
- • Die Firmen erzielten laut Klage immense Gewinne durch die Deportationen.
- • Ein Bundesgericht in Washington prüft die Zulassung der Sammelklage.
Hintergrund der Abschiebungen
Am 15. März 2025 berief sich Donald Trump auf den Alien Enemies Act, um über 230 Venezolaner aus US-Abschiebehaft nach El Salvador abzuschieben. Die Männer wurden im Terrorism Confinement Center (Cecot) untergebracht, einem als Foltergefängnis bekannten Hochsicherheitsgefängnis. Obwohl ein Bundesrichter die Rückkehr der Flugzeuge anordnete, ignorierten die Unternehmen CSI Aviation und GlobalX diese Anordnung und setzten die Abschiebung fort. Die venezolanischen Männer erlitten im Cecot schwere Misshandlungen, darunter Schläge, Elektroschocks und sexuelle Übergriffe, wie ein Bericht von Human Rights Watch bestätigt.
Kern der Klage
Die Klage wurde am 17. Juli 2026 in Washington DC eingereicht und sieht Verstöße gegen die Bürgerrechte, Freiheitsberaubung und Vernachlässigung vor. Die Firmen CSI Aviation und GlobalX hätten „in flagrantem Verstoß gegen US-amerikanisches und internationales Recht“ gehandelt. Die Anwälte betonen, dass die Unternehmen wissentlich an einem System teilnahmen, das Folter begünstigte. Die Kläger fordern Schadensersatz für die erlittene Unmenschlichkeit. Richter James Boasberg, der bereits das ursprüngliche Deportationsverfahren leitete, wird über eine Zulassung als Sammelklage für alle Betroffenen entscheiden. Die Firmen und das Heimatschutzministerium haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
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