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International 20.03.2026, 09:15 Aktualisiert: 20.03.2026, 10:41

Venezuelas Militärführung unter neuer US-gesteuerter Regierung

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ersetzte alle hochrangigen Militärkommandanten.

Wichtige Fakten

  • Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ersetzte alle hochrangigen Militärkommandanten.
  • Die USA stürzten den autoritären Linkspolitiker Nicolás Maduro Anfang Januar.
  • Rodríguez erließ ein Amnestiegesetz für politische Gefangene und änderte Öl- und Bergbauvorschriften.
  • Das venezolanische Militär kontrolliert Schlüsselindustrien wie Öl, Bergbau und Lebensmittelverteilung.
  • Maduro und seine Frau stehen in New York wegen Drogenhandelsvorwürfen vor Gericht.

Militärumbildung unter US-Einfluss

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat alle hochrangigen Militärkommandanten ersetzt, nachdem sie zuvor den langjährigen Verteidigungsminister entlassen hatte, der dem gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro nahestand. Die Änderungen wurden über soziale Medien bekanntgegeben und folgen auf einen von US-Spezialkräften durchgeführten Staatsstreich Anfang Januar, der den autoritären Linkspolitiker Maduro absetzte.

Wirtschaftsreformen und politische Spannungen

Unter massivem US-Druck hat Rodríguez ein historisches Amnestiegesetz für politische Gefangene erlassen und Öl- sowie Bergbauvorschriften geändert, um amerikanischen Zugang zu den riesigen natürlichen Ressourcen Venezuelas zu ermöglichen. US-Präsident Donald Trump beansprucht faktisch die Kontrolle über das Land und lässt Rodríguez nur im Amt, solange sie die US-Linie befolgt. Die Interimspräsidentin muss dabei sowohl Trump als auch Maduro-loyale Venezolaner zufriedenstellen.

Macht des Militärs und laufende Prozesse

Das venezolanische Militär, das Rodríguez die Treue geschworen hat, ist eine mächtige Institution, die Schlüsselindustrien wie Öl, Bergbau und Lebensmittelverteilung sowie Zolloperationen und Regierungsministerien kontrolliert, wobei Vorwürfe von Missbrauch und Korruption im Raum stehen. Maduro und seine Frau wurden nach New York gebracht, wo sie sich wegen US-amerikanischer Drogenhandelsvorwürfe vor Gericht verantworten müssen.

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