Verbände fordern Quotenlösung für grüne Heizöl- und Flüssiggas-Beimischungen
Wichtige Fakten
- • Fossile Heizungen müssen zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
- • Verbände wollen Quote für Hersteller statt Einzelvorgaben für Haushalte.
- • Anfänglich 1-2% Bio-Beimischung, langfristig bis zu 5% geplant.
- • Etwa 620.000 Haushalte in Deutschland heizen mit Flüssiggas.
- • 2023 wurden nur noch 22.000 neue Ölheizungen installiert.
Verlagerung der Klimaverantwortung
Eine Allianz aus Branchenverbänden schlägt vor, die Klimapflichten für Heizöl- und Flüssiggasnutzer von den Verbrauchern auf die Energiebranche zu verlagern. Statt der aktuellen Vorgabe, dass neue Heizungen zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, sollen künftig die Hersteller und Lieferanten eine Quote für grüne Beimischungen in ihren Brennstoffen einhalten.
Details des Quotenmodells
Das Modell orientiert sich an der Treibhausgasminderungsquote im Verkehrssektor und betrifft etwa 70-100 Unternehmen als Inverkehrbringer. Die Bio-Beimischungsquote soll anfangs bei 1-2% liegen und langfristig auf 5% steigen. Im Gegensatz zum Verkehrsbereich sollen hier keine CO2-Zertifikate, sondern nur reale Beimischungen anrechenbar sein.
Marktentwicklung und politische Perspektive
Der Markt für fossile Heizungen schrumpft deutlich - 2023 wurden nur noch 22.000 neue Ölheizungen installiert. Die Verbände betonen, dass sie an den Klimazielen festhalten wollen, aber einen kostengünstigeren Weg aufzeigen möchten. Ob der Vorschlag in das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz aufgenommen wird, ist noch unklar.
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