Verkehrsminister Schnieder warnt vor demokratiegefährdenden Zuständen bei der Deutschen Bahn
Wichtige Fakten
- • Nur 60% der Fernzüge hatten 2025 weniger als sechs Minuten Verspätung.
- • Schnieder will bis 2029 eine Pünktlichkeitsquote von 70% erreichen.
- • Eine Taskforce soll mit Maßnahmen wie 'Joker-Gleisen' für mehr Zuverlässigkeit sorgen.
- • Die Infrastruktur der Bahn gilt als überaltert und überlastet.
Zustand der Deutschen Bahn
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat angesichts der anhaltenden Krise der Deutschen Bahn vor einer möglichen Gefahr für die Demokratie gewarnt. Er betonte, der Staat müsse zeigen, dass er handlungsfähig ist, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass Probleme wie marode Brücken und notorisch verspätete Züge nicht in den Griff zu bekommen sind.
Pünktlichkeitszahlen und Ziele
Im Jahr 2025 hatten nur etwa 60 Prozent der Fernzüge weniger als sechs Minuten Verspätung, was eine Verschlechterung im Vergleich zu 2024 darstellt. Schnieder setzt sich ein ambitioniertes Ziel, bis 2029 eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent zu erreichen, hält jedoch das frühere Ziel von 75 bis 80 Prozent bis 2027 für nicht umsetzbar.
Maßnahmen und Perspektiven
Eine Taskforce soll mit Maßnahmen wie 'Joker-Gleisen' oder 'Flex-Abfahrten' für mehr Zuverlässigkeit sorgen, wobei diese in den kommenden Monaten umgesetzt und Anfang 2027 überprüft werden. Bahnchefin Evelyn Palla stellte angesichts der überalterten Infrastruktur keine Verbesserung in Aussicht, und für 2026 wird lediglich eine stabile Pünktlichkeitsquote erwartet.
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