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Wirtschaft 17.07.2026, 10:55 Aktualisiert: 17.07.2026, 12:01

Volkswagen in der Krise: Sparkurs sorgt für heftigen Widerstand

VW-Stellenabbau: bis zu 100.000 Jobs weltweit betroffen.

Wichtige Fakten

  • VW-Stellenabbau: bis zu 100.000 Jobs weltweit betroffen.
  • IG Metall droht mit heiβem Herbst und Protesten.
  • Betriebsrat stellt Ultimatum, Blume lässt Frist verstreichen.
  • Land Niedersachsen und Kapitalseite lehnen Sparkurs ab.
  • VW-Aktienkurs seit Blumes Amtsantritt 2022 halbiert.

Sparpläne und Widerstand

Bei Volkswagen spitzt sich der Konflikt zwischen Vorstand, Betriebsrat und Land Niedersachsen zu. Zum Start der Werksferien demonstrierten Hunderte Beschäftigte gegen die Sparpläne, die bis zu 100.000 Stellen weltweit kosten könnten. Besonders betroffen sind die schwach ausgelasteten Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Die IG Metall-Chefin Christiane Benner kündigte einen heißen Herbst an, sollten die Pläne nicht vom Tisch. Der Konzernbetriebsrat stellte Vorstandschef Oliver Blume ein Ultimatum, das dieser verstreichen ließ. Blume versuchte anschließend zu beschwichtigen, sprach von intelligenteren Lösungen als Werksschließungen. Die Gewerkschaft wertete dies als Floskeln.

Druck von allen Seiten

Auch das Land Niedersachsen lehnt das Konzept ab, während die Kapitalseite um die Familien Porsche und Piëch Blume Durchsetzungsschwäche vorwirft und mehr Profitabilität fordert. Der Aktienkurs halbierte sich seit Blumes Amtsantritt. Der Vorstand denkt über eine radikale Lösung nach: Die Kernmarke VW könnte aus dem Konzern gelöst werden, um die Macht des Landes und der Arbeitnehmerseite zu umgehen. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Volkswagen muss zeitnah Entscheidungen treffen, dem einstigen Branchenprimus läuft die Zeit davon.

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