Volkswagen verschärft Sparkurs: 20 Prozent Kostenreduktion bis 2028 geplant
Wichtige Fakten
- • Volkswagen will Kosten bis Ende 2028 um 20 Prozent senken.
- • Das Sparziel entspricht einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro.
- • Der Betriebsrat schließt Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen aus.
- • VW kämpft mit Renditesorgen in China und US-Zollpolitik.
- • Ratingagentur S&P senkte den Ausblick für VW auf 'negativ'.
VW plant massive Kostensenkungen
Der Volkswagen-Konzern will bis Ende 2028 die Kosten konzernweit um 20 Prozent senken, was einem Volumen von etwa 60 Milliarden Euro entspricht. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz haben diesen Sparplan bereits Mitte Januar vor den obersten Führungskräften angekündigt. Als Gründe für die verschärften Sparmaßnahmen werden die Flaute in China, die unberechenbare US-Zollpolitik und das schwierige Wettbewerbsumfeld genannt.
Betriebsrat schließt Werksschließungen aus
Obwohl Medienberichte über mögliche Werksschließungen spekulieren, bekräftigt Betriebsratschefin Daniela Cavallo, dass es mit dem Betriebsrat keine Werksschließungen geben wird. Dies basiert auf einer Vereinbarung von Gewerkschaft und Unternehmen aus Ende 2024, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Das Paket sieht jedoch den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland zwischen 2025 und 2030 vor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Finanzielle Herausforderungen und Rating
Volkswagen steht finanziell unter Druck, wie die Ratingagentur S&P zeigt, die den Ausblick für den Konzern kurz vor Weihnachten auf 'negativ' senkte. Finanzchef Antlitz hat bereits sechs Milliarden Euro liquider Mittel aufgetrieben, unter anderem durch den Verkauf von Forderungen. Der Konzern setzt seinen Sparkurs fort, nachdem seit 2023 bereits Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe realisiert wurden.
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