Volkswagen baut 50.000 Jobs ab nach massivem Gewinneinbruch 2025
Wichtige Fakten
- • Gewinn nach Steuern sank 2025 um 44% auf 6,9 Mrd. Euro.
- • Bis 2030 werden 50.000 Stellen im Konzern in Deutschland abgebaut.
- • Porsche erzielte nur 90 Mio. Euro operativen Gewinn nach 5,3 Mrd. Euro 2024.
- • US-Zölle und Schwächen in China belasten das Geschäft erheblich.
- • Konzern strebt für 2026 eine operative Gewinnmarge von 4,0 bis 5,5% an.
Zahlen und Ursachen
Volkswagen verzeichnete 2025 einen schweren Gewinneinbruch, mit einem Konzernergebnis nach Steuern von nur 6,9 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und das niedrigste Ergebnis seit dem Dieselskandal 2016 darstellt. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro, und der Absatz sank leicht auf 8,98 Millionen Fahrzeuge. Als Hauptgründe nannte der Konzern geopolitische Spannungen, US-Zölle unter der Trump-Regierung und Probleme bei der Tochter Porsche.
Marktsituation und Herausforderungen
Besonders belastend waren die Entwicklungen in China und Nordamerika, wo Absatzrückgänge zu verzeichnen waren, während Europa leichte Zuwächse verzeichnete. Porsche erlitt einen massiven Gewinneinbruch auf nur 90 Millionen Euro operativen Gewinn nach 5,3 Milliarden Euro im Vorjahr, bedingt durch Absatzschwächen in China, gestiegene US-Zölle und Fehleinschätzungen bei der Elektrifizierung. Die operative Gewinnmarge rutschte auf 2,8 Prozent ab.
Zukunftsstrategie und Stellenabbau
Für 2026 strebt Volkswagen eine Erholung der operativen Gewinnmarge auf 4,0 bis 5,5 Prozent an und plant konzernweit Kostensenkungen um 20 Prozent bis Ende 2028. Zusätzlich werden bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Konzern in Deutschland abgebaut, was eine deutliche Ausweitung der Sparmaßnahmen darstellt. Analysten sehen Chancen in einer verstärkten "in China für China"-Strategie, um über lokale Zulieferketten Kostenstrukturen zu verbessern und dem Aktienkurs Auftrieb zu geben.
Geopolitische Risiken
Der Konzern warnte vor weiteren Herausforderungen durch die unsichere globale Lage, einschließlich des Krieges im Iran, der die Nachfrage nach Premiummarken wie Audi und Porsche beeinträchtigen könnte. Finanzchef Arno Antlitz betonte, dass das aktuelle Ergebnisniveau von 4,6 Prozent vor Restrukturierung langfristig nicht ausreichend sei.
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