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Politik 22.08.2026, 06:06 Aktualisiert: 22.08.2026, 18:01

Wadephul sagt 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu – Todesschwelle in Krywyj Rih steigt

50 Mio. Euro humanitäre Hilfe von Deutschland zugesagt.

Wichtige Fakten

  • 50 Mio. Euro humanitäre Hilfe von Deutschland zugesagt.
  • 16 Tote bei Doppelschlag auf Einkaufszentrum in Krywyj Rih.
  • EU-Außenbeauftragte Kallas kündigt schärfste Russland-Sanktionen an.
  • Russland greift zivile Infrastruktur an, 437 Ziviltote im Juli.
  • Ukraine attackiert Ölraffinerie und Ozon-Lager in Samara.

Neue Angriffswelle und humanitäre Hilfe

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat bei seinem Solidaritätsbesuch in Kiew 50 Millionen Euro zusätzliche humanitäre Hilfe für die Ukraine zugesagt. Bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha verurteilte er die russischen Angriffe als 'wahllosen Mord an Zivilisten'. Die Sommermonate seien für die Zivilbevölkerung die tödlichsten seit über vier Jahren, kaum ein Tag vergehe ohne neue Luftangriffe. Das Geld solle unter anderem in die Instandsetzung von Wohnungen und die Bereitstellung von Heizgeräten fließen.

Doppelschlag auf Krywyj Rih und weitere Opfer

Bei einem russischen Doppelschlag mit Drohnen auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih starben mindestens 16 Menschen, etwa 130 wurden verletzt. Der zweite Angriff erfolgte gezielt auf Rettungskräfte, wie Präsident Selenskyj betonte. Reporter berichteten von einem Wohngebiet, in dem Einsatzkräfte noch Stunden nach dem Angriff Überlebende suchten. In der Nacht darauf wurden auch Kiew, Saporischschja und andere Städte attackiert. Die Vereinten Nationen melden für Juli die höchsten zivilen Opferzahlen seit den ersten Kriegsmonaten.

EU verschärft Ton und weitere Angriffe

Nach dem Angriff auf Krywyj Rih kündigte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die schärfsten Sanktionen seit Kriegsbeginn an. Gleichzeitig setzt die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren fort. Zum ersten Mal traf sie auch ein Lager des Online-Händlers Ozon, nachdem zuvor Wildberries mehrfach ins Visier geraten war. Außenminister Wadephul sicherte zusätzlich zehn Millionen Euro für einen NATO-Fonds zur Luftverteidigung zu und kündigte Gespräche mit den USA an.

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