Wahlmanipulation bei Fraport? Geschredderte Stimmzettel in Müllsack entdeckt
Wichtige Fakten
- • Müllsack mit geschredderten Stimmzetteln an Pfingsten gefunden.
- • Seit 2020 fünf Betriebsratswahlen bei Fraport für ungültig erklärt.
- • Wahltermin auf Pfingstwochenende gelegt; Kritik an mangelnden Wahllokalen.
- • Gewerkschaften sehen Indizien für Manipulation durch Nachwahlbefragung.
- • Ex-Betriebsrat Cicek will Wahl rechtlich anfechten.
Vorwürfe der Wahlmanipulation bei Fraport
Bei der Fraport AG, Betreiber des Frankfurter Flughafens, kommt es nach der Betriebsratswahl im Mai 2026 zu schwerwiegenden Vorwürfen. Die Wahl soll manipuliert worden sein. Ein Mitarbeiter entdeckte in einem Müllsack geschredderte Zettel, die optisch mit Stimmzetteln übereinstimmen. Der Fundort war ein Papiercontainer nahe des Konzernsitzes. Der Hessische Rundfunk konnte die Zettel einsehen. Ob es sich tatsächlich um entwendete Stimmzettel handelt, ist unklar. Die Wahl ist bereits die sechste seit 2020, alle vorherigen wurden gerichtlich für ungültig erklärt. Der ehemalige Betriebsrat Hakan Cicek reicht Klage ein.
Weitere Unregelmäßigkeiten
Die Gewerkschaften ver.di und GÖD verweisen auf eine Nachwahlbefragung von 2024, bei der die offiziellen Ergebnisse stark abwichen. Zudem kritisieren Mitarbeiter den Wahltermin über Pfingsten, die reduzierte Anzahl an Wahllokalen und deren Lage. Auch Sicherheitsmängel bei der Aufbewahrung der Urnen werden beanstandet. Der Betriebsrat und der Wahlvorstand wollten sich nicht äußern. Die Fraport-Geschäftsführung hält sich zurück, Arbeitsrechtler konstatieren einen Imageschaden für das Unternehmen.
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