Waldbrände in Wales: Ein Jahrhundertereignis mit langfristigen Folgen
Wichtige Fakten
- • Brände in Wales sind die schlimmsten seit Menschengedenken.
- • Über 2.000 Acres in Rhinogydd verbrannt.
- • Bodenverlust erhöht Hochwasserrisiko.
- • Seltene Mottenarten im Pensychnant zerstört.
- • Klimawandel verstärkt die Brandsaison.
Schwerste Brandsaison in Wales
2026 ist nach Angaben von Natural Resources Wales (NRW) das schlimmste Jahr für Waldbrände in Wales seit Menschengedenken. Besonders betroffen waren die Rhinogydd-Berge in Gwynedd, wo ein Feuer fast zwei Wochen brannte und über 2.000 Hektar zerstörte. Im Conwy-Gebiet mussten Bewohner evakuiert werden. Die Brände waren sogar aus dem Weltraum sichtbar.
Langanhaltende Umweltschäden
Nick Thomas von NRW warnt, dass die Schäden an Böden und Lebensräumen Jahrhunderte andauern können. Wo Torf verbrannt ist, wächst er nur einen Millimeter pro Jahr nach. Der Verlust der Vegetation erhöht zudem das Hochwasserrisiko, da der Boden als Wasserspeicher ausfällt. Im Rhinogydd-Gebirge, einem Nationalen Naturreservat, sind viele seltene Arten betroffen.
Auswirkungen auf Biodiversität
Julian Thompson, langjähriger Verwalter des Pensychnant Conservation Centre, berichtet, dass seltene Mottenarten wie der Ashworths Rustic wahrscheinlich lokal ausgestorben sind. Reptilien und Wirbellose konnten den Flammen nicht entkommen. Die Zerstörung von etwa einem Drittel der Fläche wird als tragisch bezeichnet.
Aufruf zu verstärktem Handeln
Naturschützer fordern mehr Vorsorge und Aufklärungsarbeit, da die meisten Brände von Menschen verursacht werden. Neben dem Klimawandel verstärken auch Schädlinge wie Heidekäfer das Problem.Die öffentliche Unterstützung und ein verändertes Verhalten der Bevölkerung könnten helfen, weitere Katastrophen zu verhindern.
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