Waldbrand in Belgien bedroht deutsche Grenzregion
Wichtige Fakten
- • Feuerfront im Hohen Venn nur noch 3 km von deutscher Grenze entfernt.
- • Monschau ruft Bewohner dreier Ortsteile auf, vorübergehend auszuweichen.
- • Etwa 5.000 Menschen sollen sich auf mögliche Evakuierung vorbereiten.
- • Bergischer Brand ist mit 2.700 Hektar der größte Belgiens.
- • EU-Länder wie Tschechien, Schweden und Niederlande unterstützen Löschflugzeuge.
Feuer nähert sich der Grenze
Der verheerende Waldbrand im belgischen Hohen Venn hat sich auf eine Entfernung von nur noch rund drei Kilometern an die deutsche Grenze herangekämpft. Die Stadt Monschau in Nordrhein-Westfalen warnt eindringlich vor starker Rauchentwicklung und ruft die Einwohner dreier Ortsteile - Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg - auf, wegen gesundheitsgefährdender Rauchbelastung vorübergehend Unterkünfte zu verlassen. Etwa 5.000 Menschen sind angehalten, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten, doch dazu bestehe derzeit noch kein Anlass: Die Maßnahmen seien reine Vorsorge, erklärten die Behörden. Die Feuerwehr hat strategisch Feldgrundstücke nahe der Grenze bewässert, um eine Ausbreitung auf deutsches Territorium zu verhindern oder zumindest zu verzögern.
Massive Auswirkungen über die Region hinaus
Die Dimension des Brandes ist außergewöhnlich: Mit einer betroffenen Fläche von rund 2.700 Hektar gilt er als größter Brand in der Geschichte Belgiens. Europaweit unterstützen Löschflugzeuge und -hubschrauber aus Tschechien, Schweden und den Niederlanden die Löscharbeiten, die auch von deutschen Feuerwehrkräften auf belgischer Seite unterstützt werden. In Belgien wurde die Anweisung gegeben, zwei Ortschaften zu evakuieren. Die Rauchentwicklung ist weit spürbar: Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland verzeichnen deutlichen Brandgeruch sowie Aschepartikel im Wind, weshalb Behörden zu Geschlossenheit von Fenster- und Türeinrichtungen raten.
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