Warnstreiks legen öffentlichen Nahverkehr bundesweit lahm
Wichtige Fakten
- • Ver.di-Streiks am 27./28.02.2026 legen Nahverkehr in fast allen Bundesländern lahm.
- • Deutsche Bahn (Regional-/Fernverkehr, S-Bahnen) ist nicht betroffen und fährt planmäßig.
- • Tarifverhandlungen laufen seit November 2025; ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen und teils höhere Löhne.
- • In Niedersachsen gilt Friedenspflicht; in Baden-Württemberg wird erst Montag über Streiks entschieden.
- • Ver.di droht mit weiteren Streiks, falls Arbeitgeber bis Dienstag kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.
Bundesweite Lahmlegung des Nahverkehrs
Die Gewerkschaft ver.di hat am 27. und 28. Februar 2026 zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, die den Nahverkehr in Deutschland weitgehend lahmlegen. Betroffen sind kommunale Nahverkehrsunternehmen, die Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Fähren betreiben, wobei etwa 100.000 Beschäftigte in rund 150 Betrieben zum Streik aufgerufen sind. Die Deutsche Bahn mit Regionalzügen, Fernverkehr und S-Bahnen ist nicht betroffen und fährt planmäßig, was zu erhöhtem Passagieraufkommen in diesen Bereichen führt.
Regionale Auswirkungen und Ausnahmen
Die Streiks betreffen nahezu alle Bundesländer, mit massiven Ausfällen in Städten wie Hamburg, Berlin, München, Frankfurt am Main, Köln, Dresden und vielen anderen. In Hamburg wird großflächig gestreikt, in Bremen dauern die Streiks bis Sonntagmorgen, und in Leipzig von Freitag bis Sonntag. Ausnahmen gelten in Niedersachsen, wo eine Friedenspflicht bis Ende März besteht, und in Baden-Württemberg, wo ver.di den Arbeitgebern bis Montag Zeit für ein Angebot gegeben hat und erst dann über Streiks entscheiden wird.
Forderungen und Verhandlungsstand
Die Tarifverhandlungen laufen seit November 2025 in allen 16 Bundesländern, kommen aber nach Ansicht von ver.di kaum voran. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen, darunter kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn werden zudem höhere Löhne verhandelt. Ver.di-Vertreter Frank-Michael Munkler betonte, dass die Arbeitgeber bis Montag ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen müssen, andernfalls drohen weitere Streiks.
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