Warum Konzerttickets immer teurer werden
Wichtige Fakten
- • Konzerte sind seit 2020 rund 30 Prozent teurer.
- • Dynamisches Pricing nach Nachfrageala Algorithmus wird häufiger.
- • Livenation und CTS Eventim dominieren den deutschen Markt.
- • Große Musiktourneen boomen, kleine Festivals kämpfen ums Überleben.
Preissteigerung bei Konzerten
Wer heute ein Konzert besuchen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Laut Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft sind die Preise seit der Pandemie um rund 30 Prozent gestiegen. Besonders begehrte Karten für Megastars wie Taylor Swift kosten teilweise mehrere Tausend Euro.
Gründe für steigende Kosten
Das Live-Geschäft ist für Künstlerinnen und Künstler die Haupteinnahmequelle, da Streaming zwar Reichweite, aber wenig Geld bringt. Steigende Transportkosten und aufwendige Technik treiben die Preise. Zudem setzen Veranstalter zunehmend auf dynamisches Pricing: Ein Algorithmus passt die Ticketpreise live an die Nachfrage an – ähnlich wie bei Flugbuchungen. Immer weniger große Unternehmen wie Livenation oder CTS Eventim beherrschen den Markt, was zu höheren Gebühren und weniger Transparenz führt.
Verändertes Publikumsverhalten
Trotz hoher Preise sind Konzerte oft ausverkauft. Kulturwissenschaftler erklären dies mit einem gesellschaftlichen Wandel: Der Besuch von Großevents ist heute mehr eine Identifikation mit einer Szene als bloße Unterhaltung. Diese Entwicklung fördert die großen Acts, während kleinere Festivals und mittelgroße Künstler unter Druck geraten – ihre Kosten steigen, aber sie können die Preise nicht beliebig erhöhen.
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