Westafrika: Welle neuer Anti-LGBTQ+-Gesetze
Wichtige Fakten
- • Senegal verschärfte Strafen für Homosexualität auf 10 Jahre.
- • Niger, Mali und Burkina Faso kriminalisierten gleichgeschlechtliche Beziehungen erstmals.
- • Ghana verabschiedete Gesetz gegen LGBTQ+; nicht unterzeichnet.
- • Aktivist:innnen sehen Politiker:innen als Nutznießer; Anstieg politischer Opportunismus.
- • Jährliche Konferenz in Afrika: konservative Gruppen vernetzen sich.
In Westafrika werden zunehmend Gesetze gegen LGBTQ+-Personen erlassen oder verschärft. Senegal verdoppelte im März die Höchststrafe für homosexuelle Handlungen auf 10 Jahre und stellte die Förderung von Homosexualität unter Strafe. Niger folgte im Februar mit der ersten Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, ebenso wie Mali und Burkina Faso in den letzten zwei Jahren.
Aktivist:innen sehen darin politischen Opportunismus. LGBTQ+-Personen seien die leichtesten Sündenböcke, um Macht zu erhalten. Unterstützung kommt von konservativen religiösen Gruppen und internationalen Akteuren wie Family Watch International. Auf regionalen Konferenzen werden Strategien abgestimmt.
Auch in Ghana wurde ein Gesetz gegen LGBTQ+-Aktivitäten verabschiedet, das der Präsident noch nicht unterzeichnet hat. Diese Entwicklungen verschlechtern die Lage der LGBTQ+-Community erheblich.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.