WMO: Waldbrände und Hitze verschlechtern Luftqualität
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Wichtige Fakten
- • WMO-Bericht zu Klima und Luftqualität vom 7. September 2026 nennt Brände und Hitze als Ursachen.
- • Zahl der Brände mit starker Rauchentwicklung verdreifachte sich seit den 1990er-Jahren.
- • Zwischen 2010 und 2018 führten Brände zu fast 100.000 zusätzlichen Todesfällen.
- • PM2,5-Feinstaub aus Vegetationsbränden ist toxischer als aus Autoabgasen.
WMO-Bericht: Brände und Hitze verschlechtern Luft
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat am 7. September 2026 ihren neuen Bericht zu Klima und Luftqualität vorgestellt. Darin dokumentiert sie, dass Hitzewellen und Waldbrände die jahrzehntelangen Fortschritte bei der Luftreinhaltung teilweise zunichtemachen. Konkret nennt die Organisation den Rauch von Bränden mit Feinstaubpartikeln sowie die zunehmende Bildung von bodennahem Ozon.
PM2,5 aus Vegetationsbränden wirkt toxischer als Abgas
Für den Bericht untersuchte die WMO die Belastung durch PM2,5-Feinstaub – Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer, die beim Einatmen tief in die Lunge und den Blutkreislauf gelangen können. Laut WMO-Experte Lorenzo Labrador ist dieser Feinstaub aus brennender Vegetation „deutlich toxischer“ als Feinstaub aus Autoabgasen. Eine im Bericht zitierte Studie zeigt: Seit den 1990er-Jahren hat sich die Zahl der Brände mit starker Rauchentwicklung verdreifacht. Konservativen Schätzungen zufolge führte das zwischen 2010 und 2018 zu fast 100.000 zusätzlichen Todesfällen, mit wirtschaftlichen Schäden von mindestens 36 Milliarden Euro.
Ozon steigt mit der Hitze – Vorschriften wirken nur zum Teil
Hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung begünstigen zudem die Entstehung von Ozon in Bodennähe. Langfristige Ozonbelastung wird mit einer höheren Sterblichkeit durch Atemwegserkrankungen verbunden. Die WMO warnt, die Erderwärmung könne Zehntausende zusätzliche vorzeitige Todesfälle auslösen. Zugleich verweist sie auf Fortschritte: In Europa und Nordamerika haben strengere Vorschriften die Feinstaubemissionen aus Industrie und Verkehr gesenkt; die Belastung durch Brände ist gleichzeitig gestiegen. Die gesundheitliche Wirkung von Bränden werde bisher bei der Bewertung der Luftqualität nicht ausreichend berücksichtigt, sagte Labrador.
Luftqualität und Klima gemeinsam bekämpfen
Der WMO-Experte zieht daraus eine klare Konsequenz: „Luftqualität und Klimawandel können nicht getrennt voneinander behandelt werden. Wenn sich das eine verschlechtert, verschlechtert sich auch das andere.“ Die Organisation fordert, Brände in Luftqualitätsbewertungen stärker zu gewichten. Wie Regierungen dieser Empfehlung folgen wollen, ist offen.
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