Xi Jinping besucht Nordkorea: Zeichen der Freundschaft und strategisches Kalkül
Wichtige Fakten
- • Xi Jinping besucht Nordkorea erstmals seit sieben Jahren.
- • Ziel ist Stärkung der Beziehungen und Wahrung des chinesischen Einflusses.
- • Xi will einer zu engen Partnerschaft zwischen Nordkorea und Russland entgegenwirken.
- • Der Besuch fällt mit dem 65. Jahrestag des chinesisch-nordkoreanischen Beistandsvertrags zusammen.
- • Nordkorea feierte Xi mit einer großen Willkommenszeremonie in Pjöngjang.
Xi Jinping zu zweitägigem Staatsbesuch in Pjöngjang eingetroffen
Chinas Präsident Xi Jinping ist am Montag zu seinem ersten Nordkorea-Besuch seit sieben Jahren in Pjöngjang eingetroffen. Anlass ist der 65. Jahrestag des Freundschafts-, Beistands- und Kooperationsvertrags beider Länder – Chinas einzigem formellen Verteidigungsabkommen. Nordkorea zeigte sich festlich geschmückt und begrüßte Xi und seine Entourage mit einer großen Zeremonie auf dem Kim-Il-sung-Platz. Gleichzeitig sieht Beobachter den Besuch als strategisches Manöver: Vor dem Hintergrund der zunehmenden militärischen und politischen Annäherung zwischen Pjöngjang und Moskau will China seine Rolle als wichtigster Partner Nordkoreas wieder stärken und verhindern, dass Russland dauerhaft zu starken Einfluss gewinnt. Xi hatte zuvor bereits Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen. Die engen Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland, die 2024 in einen gegenseitigen Verteidigungspakt mündeten, sind für China eine wachsende Sorge. Xi betonte in einer Grußbotschaft die „unerschütterliche Freundschaft“ beider Länder und rief zu verstärkter Zusammenarbeit auf. Nicht auf der offiziellen Agenda stehe dagegen eine direkte Auseinandersetzung mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.