Yasmin Fahimi als DGB-Chefin wiedergewählt
Wichtige Fakten
- • Fahimi mit 96 % als DGB-Chefin wiedergewählt.
- • Mitgliedzahl sackte in ihrer ersten Amtszeit um zehn Prozent.
- • Sie kritisierte die schwarz-rote Koalition scharf.
- • Fahimi warnt vor sozialer Spaltung durch Reformen.
- • Erste Frau an der Spitze des DGB.
Wiederwahl mit deutlicher Zustimmung
Yasmin Fahimi wurde auf dem DGB-Bundeskongress mit 96 Prozent der Delegiertenstimmen für eine zweite vierjährige Amtszeit als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes bestätigt. Sie ist seit 2022 die erste Frau an der Spitze der Dachorganisation. Der Applaus nach ihrer Grundsatzrede war laut, und die Delegierten erhoben sich zu stehenden Ovationen. Fahimi zeigte sich kämpferisch und kündigte an, den Protest notfalls massenhaft auf die Straßen zu tragen.
Herausforderungen und Kritik
In ihrer ersten Amtszeit wurde die 58-Jährige mit zahlreichen Krisen konfrontiert – Russlands Angriffskrieg, US-Zollpolitik, Inflation und Wirtschaftsflaute. Sie positionierte sich als lautstarke Gegnerin von Sparpolitik und Sozialabbau. Allerdings schrumpfte die Mitgliederzahl des DGB während ihrer ersten Amtszeit um rund zehn Prozent auf 5,4 Millionen. Aus Reihen der Beschäftigten gab es mitunter Kritik, dass Fahimi zu sehr auf gesellschaftspolitische Diskurse setze und dabei Lohn- und Kaufkraftthemen vernachlässige. Zudem erhält sie aus der Politik Vorwürfe wie den der Lifestyle-Teilzeit, den sie scharf zurückweist.
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