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Kultur 27.08.2026, 03:16 Aktualisiert: 27.08.2026, 08:01

Yayoi Kusama im Alter von 97 Jahren gestorben: Ein Leben für Punkte und Unendlichkeit

Yayoi Kusama starb am 14. August 2026 in Tokio.

Wichtige Fakten

  • Yayoi Kusama starb am 14. August 2026 in Tokio.
  • Ihre Kölner Ausstellung im Museum Ludwig verzeichnete einen Besucherrekord von 450.000 Tickets.
  • Sie lebte seit 1977 freiwillig in einer psychiatrischen Klinik.
  • Kusamas Werk „White No. 28“ erzielte 2014 einen Auktionsrekord von 7,1 Millionen US-Dollar.
  • Sie blieb bis zuletzt künstlerisch aktiv und betonte, dass Liebe die Welt retten kann.

Ein Leben voller Punkte und Spiegel

Die japanische Avantgarde-Künstlerin Yayoi Kusama ist am 14. August 2026 im Alter von 97 Jahren in einem Tokioter Krankenhaus an multiplem Organversagen gestorben. Ihre Firma Yayoi Kusama Inc. gab die Nachricht am 27. August bekannt. Bis kurz vor ihrem Tod arbeitete sie unermüdlich, setzte ihren Pinsel nie ab und hinterlässt ein imposantes Werk, das Millionen Menschen auf der ganzen Welt faszinierte, begeisterte und in ihren Bann zog.

Internationale Erfolge und Besucherrekorde

Besonders ihre Infinity Rooms – verspiegelte Räume mit unendlich scheinenden Lichtern – brachten ihr Weltruhm ein. Im modernen Sozialmedia-Zeitalter wurden diese Installationen zu viralen Motiven, die Fotoströme füllten und Ausstellungshäuser füllten. Die jüngste große Ausstellung im Museum Ludwig in Köln bescherte dem Haus einen Besucherrekord: Mehr als 450.000 Tickets wurden verkauft, sie war lange ausverkauft. Bereits 2012 zog die Retrospektive in der Tate Modern London Massen an, und 2017 verzeichnete die Hirshhorn Museum in Washington ähnliche Erfolge.

Eine Kunst, die von Halluzinationen berichtet

Schon in ihrer Kindheit sah sich Kusama mit Halluzinationen konfrontiert, die von Punkten und Netzen überzogen waren. Diese Erlebnisse verarbeitete sie kontinuierlich in ihrer Kunst, die für sie eine Überlebensstrategie war, um Depressionen und Ängste zu bewältigen. Seit 1977 lebte sie freiwillig in einer psychiatrischen Klinik, von wo aus sie täglich in ihrem nahe gelegenen Atelier arbeitete.

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