Zehn Jahre Brexit: Eine Bilanz voller Enttäuschungen
Wichtige Fakten
- • 60% der 18-28-Jährigen würden für einen EU-Beitritt stimmen.
- • Brexit verursachte einen Wirtschaftsschaden von sechs bis acht Prozent pro Kopf.
- • Sechs Premierminister wechselten sich seit 2016 in Großbritannien ab.
- • Nur 11% der Briten halten den Brexit für erfolgreich.
- • Der Export in die EU fiel durch den Brexit um zwölf Prozent.
Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum
Heute vor zehn Jahren stimmten die Briten mit 51,9% für den Austritt aus der Europäischen Union. Auslöser war eine von Halbwahrheiten und Lügen geprägte Kampagne der Brexit-Befürworter unter Führung von Boris Johnson und Nigel Farage. Die Versprechen – weniger Einwanderung, mehr Geld für das Gesundheitssystem und wirtschaftliche Unabhängigkeit – wurden nicht erfüllt.
Wirtschaftliche und politische Folgen
Statt eines „Singapur an der Themse“ bremst der Brexit die Wirtschaft: Der Export in die EU fiel um zwölf Prozent, das Pro-Kopf-Wachstum ist sechs bis acht Prozent niedriger. Politisch erlebte das Land sechs verschiedene Premierminister – eine Instabilität, die Populisten wie Nigel Farages „Reform UK“ Auftrieb gibt. Laut Umfragen halten 58% der Briten den Austritt inzwischen für einen Fehler.
Demografischer Wandel und junge Generation
Besonders die Generation Z lehnt den Brexit ab: 60% der 18-28-Jährigen fordern ein neues Referendum zum Wiedereintritt, während nur 9% beim Austritt bleiben wollen. Seit 2016 sind rund 6 Millionen junge Menschen wahlberechtigt geworden, während ältere, mehrheitlich pro-Brexit-Wähler verstorben sind. Experten sehen eine natürliche, pro-europäische Mehrheit heranwachsen.
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