Zombiefeuer in Europa: Was steckt hinter dem Phänomen?
Wichtige Fakten
- • Zombiefeuer überwintern im Torfboden und flammen Jahre später wieder auf.
- • Torf- und Kohlereste können unterirdisch lange schwelen.
- • Klimawandel erhöht Risiko von Torfbränden in Deutschland erheblich.
In Europa sorgen sogenannte Zombiefeuer für Aufsehen – Feuer, die längst als gelöscht galten und plötzlich wieder aufflammen. Diese Brände entstehen häufig in humus- oder torfreichen Böden, in oder unter denen tiefsitzende Glutnester auch über lange Zeit weiterschwelen können. Besonders problematisch sind ausgetrocknete Moore, in denen sich Brände nicht nur horizontal, sondern auch vertikal ausbreiten können.
Experten unterscheiden zwischen Glutnestern und echten Zombiefeuern, die über die Winterzeit in nördlichen Regionen überdauern und erst zur nächsten Waldbrandsaison wieder aufflammen. Diese Schwelbrände stoßen erhebliche Mengen Treibhausgase aus, was den Klimawandel weiter vorantreibt.
In Deutschland sind bisher vor allem brennende Kohlereste in ehemaligen Tagebauen ein Problem, wie zuletzt in Meuselwitz sichtbar wurde. Mit zunehmender Trockenheit könnte das Risiko auch für Moorbrände steigen. Umweltschützer fordern daher die Wiedervernässung trockengelegter Moore – sowohl zum Schutz des Klimas als auch gegen das Erstarken von Zombiefeuern.
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