Zuckerabgabe auf Softdrinks in Deutschland kommt 2028
Wichtige Fakten
- • Zuckerabgabe auf gesüßte Getränke soll 2028 kommen.
- • Mehreinnahmen von 450 Mio. Euro jährlich erwartet.
- • Gesetzentwurf vom CDU-geführten Gesundheitsministerium.
- • Union meldete noch Vorbehalte an.
- • Deutsche trinken durchschnittlich 125 Liter Zuckergetränke pro Jahr.
Zuckerabgabe für gesüßte Getränke geplant
Die Bundesregierung plant eine Abgabe auf stark gezuckerte Softdrinks, die ab 2028 in Kraft treten soll. Laut Gesetzentwurf des CDU-geführten Gesundheitsministeriums sollen die Mehreinnahmen von geschätzt 450 Millionen Euro pro Jahr den gesetzlichen Krankenkassen zugutekommen. Die Abgabe soll über ein separates Gesetz geregelt werden, wobei die Unionsfraktion noch Vorbehalte angemeldet hat. Gesundheitsministerin Nina Warken spricht sich grundsätzlich für die Steuer aus.
Internationale Vorbilder und Wirkung
Mehr als 100 Länder haben bereits solche Abgaben eingeführt, etwa Großbritannien und Irland seit 2018 oder Polen seit 2021. Dort sank der Zuckergehalt in Getränken teils um 29 Prozent. Experten betonen, dass gestaffelte Steuersätze besonders effektiv sind und positive Effekte vor allem bei Kindern und einkommensschwachen Gruppen zeigen. Ärzte und Verbraucherschützer begrüßen die Pläne, während die Ernährungsindustrie scharfe Kritik übt und von „Steuer zur Haushaltsfinanzierung“ spricht.
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