USA und Taiwan einigen sich auf Handelsabkommen: 15 Prozent Zoll, Ausnahmen für Medikamente und Rohstoffe
- • USA und Taiwan haben nach monatelangen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen, das niedrigere US-Importzölle auf Produkte aus Taiwan vorsieht.
- • Der Importzoll auf taiwanische Produkte in den USA soll künftig 15 Prozent betragen; für allgemeine Arzneimittel und bestimmte Rohstoffe sollen keine Zölle anfallen.
- • Taiwan stellt im Gegenzug zusätzliche Investitionen in den USA in Aussicht, vor allem in der Halbleiterindustrie und im Bereich Künstliche Intelligenz.
"Kurzfristig dürfte das Abkommen die Handelsbedingungen im Vergleich zu den zuvor angedrohten bzw. geltenden höheren Zollniveaus stabilisieren, zugleich bleibt der Kostendruck für taiwanische Exporteure durch den 15-Prozent-Zoll hoch. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Investitionen und Kreditgarantien zügig konkretisiert werden und wie sich die separaten US-Zölle auf fortschrittliche Chips auf Lieferketten und Standortentscheidungen auswirken."
US-Regierung verhängt 25‑Prozent‑Zölle auf Hochleistungs‑KI‑Chips – Exporte bleiben unter strengen Auflagen möglich
- • US‑Präsident Donald Trump hat am 15. Januar 2026 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Hochleistungs‑KI‑Chips verhängt.
- • Die neue Regelung erlaubt den Export hochleistungsfähiger KI‑Chips aus den USA, koppelt dies aber an Zölle und verschärfte Exportkontrollen.
- • Das US‑Handelsministerium schreibt vor, dass Chips, die außerhalb der USA gefertigt werden, zunächst in die USA importiert und von unabhängigen, unabhängigen Laboren auf ihre KI‑Leistungsfähigkeit geprüft werden müssen, bevor sie weiter ausgeliefert werden dürfen.
"Kurzfristig bleiben die globalen Lieferketten belastet: Die neuen US‑Zölle und Kontrollen sowie mögliche chinesische Gegenmaßnahmen dürften die Fragmentierung des Halbleitermarkts verstärken und politische Spannungen zwischen Washington und Peking verschärfen. Unternehmen müssen ihre Liefer‑ und Prüfprozesse anpassen; einige Produktionsschritte könnten zurück in die USA verlagert werden. Langfristig dürfte der Druck auf beide Seiten wachsen, inländische Produktionskapazitäten auszubauen und strategische Unabhängigkeit anzustreben. Ein vollständig bestätigtes, breit angelegtes chinesisches Importverbot würde die Auswirkungen weiter verschärfen, ist derzeit aber noch nicht abschließend bestätigt."
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