100 Jahre Route 66: Aufstieg, Fall und Comeback
Wichtige Fakten
- • Am 30. April 1926 wurde der Name Route 66 vorgeschlagen.
- • Die Strecke verbindet Chicago mit Los Angeles über 4.000 km.
- • 1985 wurde Route 66 offiziell aufgehoben, Teile sind heute Kulturgut.
- • 85 Prozent der Route sind noch befahrbar.
Hundert Jahre Freiheit und Fernweh
Die legendäre Route 66 feiert 100. Geburtstag. Am 30. April 1926 schlug Unternehmer Cyrus Stevens Avery den Namen „Route 66“ vor – weil er „gut klingt“ und „leicht zu merken ist“. Die Straße führt quer durch die USA, von Downtown Chicago bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles. Schon bei Eröffnung im November 1926 waren erste 1.287 Kilometer asphaltiert. Schnell entwickelte sich die Route zum Symbol der amerikanischen Reiselust.
Vom Staub-Stiefel zur Blütezeit des Highway
In den 1930er-Jahren flohen verzweifelte Farmer vor den Staubstürmen über die Route 66 nach Kalifornien. John Steinbeck verewigte das Elend im Roman „Früchte des Zorns“. Nach dem Krieg erlebte die Mother ihre Blütezeit: Autos wurden erschwinglich, die Menschen sehnten sich nach Entdecker-Trips. Mit Motels, Drive-ins und Tankstellen entstand entlang der Strecke die erste moderne Reiseinfrastruktur.
Niedergang und Comeback einer Legende
Die Fertigstellung des Interstate 40 führte in vielen Orten zum Verkehrskollaps. 1985 hob die Regierung Route 66 als offizielle Bezeichnung auf. Orte wie Seligman in Arizona verödeten zum Geisterdistrikt. Der damalige Friseur Angel Delgadillo machte sich für den Erhalt der Straße als Kulturgut stark. Seit 2005 gelten Abschnitte als „National Scenic Byway“. Heute sind rund 85 Prozent der Route befahrbar. Im Jubiläumsjahr 2026 erlebt der Highway eine Renaissance.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.