20.000 Seeleute im Persischen Golf gestrandet – Evakuierung stockt
Wichtige Fakten
- • 20.000 Seeleute sitzen seit zwei Monaten fest.
- • Zehn Seeleute kamen bei Angriffen ums Leben.
- • Philippinen holten 1.300 Seeleute zurück, 4.000 stecken noch fest.
- • Evakuierung ist aufgrund Sicherheitslage nicht möglich.
Krise im Persischen Golf: Tausende Seeleute festsitzend
Seit mehr als zwei Monaten sind rund 20.000 Seeleute im Persischen Golf gestrandet. Viele von ihnen stammen von den Philippinen, aus Indien und Indonesien. Sie leben unter prekären Bedingungen auf ihren Schiffen, versorgt mit Nahrung und Wasser ist oft schwierig. Die ständige Bedrohung durch Drohnenangriffe – die Besatzung eines indonesischen Schiffs berichtete von einem iranischen Angriff in ihrer Nähe – erhöht die psychische Belastung. Erste Männer kamen bereits ums Leben, zehn sind bestätigt.
Evakuierung blockiert: Philippinische Regierung handelt
Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation arbeitet an einem Evakuierungskorridor, doch die Instabilität macht eine Evakuierung unmöglich. Einige Besatzungsmitglieder lehnen es aus Angst ab, ihren Dienst anzutreten, während andere in der Krise eine Chance sehen. Die philippinische Regierung meldet, dass bis Anfang Mai 1.300 Seeleute aus Kreuzfahrtschiffen zurückgeholt wurden, die die Straße von Hormus passieren durften. Dennoch sitzen 4.000 philippinische Seeleute weiterhin fest.
Sicherheitsrisiken und wirtschaftliche Not
Die Seeleute bangen um ihre Gehälter, die laut Reedern weiterlaufen – zumindest teilweise. Viele fühlen sich aber ausgebootet, da kein Personalwechsel möglich ist. Humanitäre Organisationen warnen, dass durch die Erschöpfung der Crew das Risiko von schweren Unfällen und Umweltkatastrophen massiv ansteigt. Die Not der Tausenden unschuldigen Seeleute droht im geopolitischen Konflikt unterzugehen.
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