30,5 Millionen Euro Strafe: Ofwat zwingt South East Water zu milliardenschwerem Investitionspaket
Wichtige Fakten
- • 28.000 Haushalte waren ohne Trinkwasser.
- • Schulen mussten schließen, Bewohner konnten nicht arbeiten.
- • Unabhängiger Monitor soll Sanierungsplan überwachen.
- • 5 Mio. Euro für kostenlose Wassertonnen und intelligente Zähler.
- • Strafzahlung geht vollständig zu Lasten der Aktionäre.
Wiederholte Versorgungsausfälle führten zu hoher Belastung
Die Wasserregulierungsbehörde Ofwat hat gegen South East Water eine Strafzahlung in Höhe von 30,5 Millionen Pfund verhängt. Grund sind drei Untersuchungen, die schwere Mängel bei der Wasserversorgung offenlegten. Zwischen 2020 und 2023 waren bereits mehr als 286.000 Menschen von Unterbrechungen betroffen. Im Januar 2026 fielen in Tunbridge Wells und Umgebung erneut bis zu 70.000 Haushalte ohne Trinkwasser aus. Schulen wurden geschlossen, Bewohner mussten Arbeitstage wegen fehlender Kinderbetreuung oder medizinischer Probleme versäumen. Ofwat stellte fest, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig und unzureichend über die Störungen informierte und keine ausreichenden Flaschenwasservorräte bereitstellte. Eine dritte Untersuchung ergab, dass South East Water durch die Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch Moody's gegen die Lizenzbedingungen verstieß.
Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Infrastruktur
Von der Strafsumme sollen 13 Millionen Pfund direkt in die Beseitigung der Versorgungsengpässe fließen. Zusätzlich investiert das Unternehmen 5 Millionen Pfund in kostenlose Wassertonnen für Haushalte sowie in On-Site-Speicher zur Glättung von Nachfragespitzen. Weitere 5 Millionen Pfund sind für die beschleunigte Einführung intelligenter Wasserzähler bei Geschäftskunden vorgesehen. Ein unabhängiger Monitor wird den Umsetzungsplan des Versorgers überwachen und auch die Trennung von Netz und Vertrieb prüfen. Der zuständige Abgeordnete Mike Martin forderte, die gesamte Summe in die Modernisierung der kritischen Aufbereitungsanlage Pembury zu investieren, die für die Ausfälle 2026 maßgeblich verantwortlich war.
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