61. Biennale Venedig beginnt ohne Eröffnungsfeier und Jury
Wichtige Fakten
- • 61. Biennale in Venedig öffnet ohne Eröffnungsfeier wegen Protesten gegen Russland und Israel.
- • Jury trat geschlossen zurück, Goldene Löwen vom Publikum im November vergeben.
- • Kulturminister Giuli: 'Putin hat gewonnen'; EU droht mit Fördergeld-Entzug.
- • Russland sieht Teilnahme als Ende seiner kulturellen Isolation im Westen.
- • Ukrainische Künstlerin Schanna Kadyrowa zeigt Projekt 'Sicherheitsgarantien'.
Ein Auftakt ohne Feier und Auszeichnungen
Nach heftigen Auseinandersetzungen um die Teilnahme Russlands und Israels eröffnet die 61. Kunstbiennale in Venedig ohne Eröffnungszeremonie. Die Goldene Löwen werden erst im November durch das Publikum vergeben, da die Jury geschlossen zurücktrat.
Politische Spannungen und Proteste
Italiens Kulturminister Giuli kritisierte die Entscheidung des Biennale-Präsidenten Buttafuoco, Russland zuzulassen, während die EU-Kommission mit dem Entzug von Fördermitteln drohte. Vor Ort protestierten etwa 2.000 Menschen, darunter Pussy Riot und Femen, gegen die Beteiligung beider Länder.
Kunst als Bühne für Konflikte
Russland inszeniert das Musikprojekt 'Der Baum ist im Himmel verwurzelt' und feiert laut eigenen Angaben das Ende seiner kulturellen Isolation. Die Ukraine zeigt mit Schanna Kadyrowas Skulptur 'Origami-Hirsch' ein Mahnmal für den Krieg. Der israelische Künstler Fainaru beklagt sich über vollständige Isolation auf der Biennale.
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