80 Jahre Bikini: Vom Skandal zum Symbol der Selbstbestimmung
Wichtige Fakten
- • Louis Réard stellte den Bikini am 5. Juli 1946 in Paris vor.
- • Der Name Bikini stammt vom Atomtestatoll Bikini.
- • In den 1960ern wurde er durch Filme mit Ursula Andress populär.
- • Feministinnen sehen ihn als Symbol für Selbstbestimmung.
- • Aktuelle Debatte: Oben-ohne-Baden in Schwimmbädern.
Geburt eines Skandals
Am 5. Juli 1946 präsentierte der Ingenieur Louis Réard im Pariser Schwimmbad Piscine Molitor einen zweiteiligen Badeanzug, den er nach dem vier Tage zuvor stattgefundenen Atombombentest auf dem Bikini-Atoll benannte. Der Entwurf war so freizügig, dass Réard Schwierigkeiten hatte, ein Model zu finden – er engagierte die Nackttänzerin Micheline Bernardini. In vielen Ländern wurde der Bikini zunächst an öffentlichen Stränden verboten.
Vom Sexobjekt zum feministischen Symbol
In den 1950er- und 1960er-Jahren machten Filme mit Marilyn Monroe, Brigitte Bardot und Ursula Andress den Bikini populär, wobei Frauen oft als Lustobjekt dargestellt wurden. Die feministische Bewegung der späten 1960er Jahre eignete sich den Bikini als Symbol körperlicher Freiheit und sexueller Selbstbestimmung an. Heute wird der Bikini kontrovers diskutiert: Während Werbung und soziale Medien oft idealisierte Körperbilder propagieren, fordern Frauen in Sport und Alltag Gleichberechtigung, etwa durch das Recht auf Oben-ohne-Baden.
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