Ärztestreik in England: Sechstägiger Ausstand belastet NHS
Wichtige Fakten
- • Der Streik von Assistenzärzten in England dauert sechs Tage und beginnt am Dienstag.
- • Der NHS betont, dass Patienten wie gewohnt Termine wahrnehmen sollen, sofern nicht abgesagt.
- • Die Streiks sind der 15. Ausstand in einem Lohn- und Arbeitsplatzdisput.
- • Die Regierung zog 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze aus ihrem Angebot zurück.
- • Die BMA kritisiert, dass die Löhne trotz eines 3,5%igen Anstiegs inflationsbereinigt gesunken sind.
Streikbeginn und Patienteninformationen
In England beginnt ein sechstägiger Streik von Assistenzärzten, der als 15. Ausstand in einem seit drei Jahren andauernden Disput über Löhne und Arbeitsplatzchancen stattfindet. Der NHS hat betont, dass Patienten weiterhin wie gewohnt medizinische Versorgung in Anspruch nehmen sollen, es sei denn, sie werden über Absagen informiert. Seniorärzte und nicht streikende Assistenzärzte werden während des Streiks arbeiten, um die Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, obwohl NHS-Manager die Situation als "besonders herausfordernd" einstufen.
Hintergründe und Verhandlungen
Die Streiks wurden ausgerufen, nachdem Verhandlungen zwischen der Regierung und der British Medical Association (BMA) Ende März gescheitert sind. Die Regierung zog ein Angebot über 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zurück, was sie mit finanziellen und operativen Gründen begründete, während die BMA kritisierte, dass Lohnfortschrittsbedingungen verwässert wurden. Trotz eines 3,5%igen Lohnanstiegs für alle Ärzte ab diesem Monat argumentiert die BMA, dass die Gehälter inflationsbereinigt seit 2008 um ein Fünftel gesunken sind.
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