AfD in Sachsen-Anhalt mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft konfrontiert
Wichtige Fakten
- • Tobias Rausch, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, steht im Zentrum der Vorwürfe, da seine Familie durch öffentliche Gelder beschäftigt wird.
- • Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wird vorgeworfen, seinen Vater im Wahlkreisbüro eines AfD-Bundestagsabgeordneten angestellt zu haben.
- • Innerparteiliche Kritik kommt unter anderem von Bürgermeister Hannes Loth, der die Vorgänge als 'Schlag ins Gesicht' für die Basis bezeichnet.
- • Die AfD-Bundespartei sieht ein 'Geschmäckle' und schickt Kay Gottschalk als Vermittler nach Sachsen-Anhalt, was der Landesverband überrascht zur Kenntnis nimmt.
- • Grünen-Politiker Olaf Meister fordert eine Verschärfung der Regeln, da Überkreuz-Beschäftigungen politisch fragwürdig und korruptionsanfällig seien.
Vorwürfe der Vetternwirtschaft
Die AfD in Sachsen-Anhalt sieht sich schwerwiegenden Vorwürfen der Vetternwirtschaft ausgesetzt, die sich auf ein Geflecht von Beschäftigungen zugunsten von Familienmitgliedern beziehen. Im Zentrum steht Tobias Rausch, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, dessen drei Geschwister bei einer Bundestagsabgeordneten arbeiten, während seine Frau in der Fraktion beschäftigt ist. Zudem betrifft es Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, dessen Vater angeblich im Wahlkreisbüro eines AfD-Bundestagsabgeordneten angestellt ist.
Interne und externe Reaktionen
Innerhalb der Partei gibt es Kritik, etwa von Bürgermeister Hannes Loth, der die Vorgänge als 'Schlag ins Gesicht' für die Basis bezeichnet und den Landesvorsitzenden Martin Reichardt zur Rechenschaft zieht. Die Bundespartei äußert Bedenken und schickt Kay Gottschalk als Vermittler, während Grünen-Politiker Olaf Meister eine Lücke in den Regeln für Überkreuz-Beschäftigungen kritisiert und eine Verschärfung fordert.
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