Amnesty-Bericht: RSF beging Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur
Wichtige Fakten
- • Amnesty wirft RSF Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
- • Die Miliz soll gezielt Kinder getötet und vergewaltigt haben.
- • Der Bericht nennt drei RSF-Kommandeure als Verantwortliche.
- • Die Eroberung von al-Faschir tötete Zehntausende.
Systematische Angriffe auf Zivilisten
Ein neuer Bericht von Amnesty International wirft der sudanesischen Paramilitärgruppe Rapid Support Forces (RSF) vor, bei der Eroberung der Stadt al-Faschir in Darfur Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen begangen zu haben. Die Organisation dokumentiert Mord, Folter, Vergewaltigung, sexuelle Sklaverei und gezielte Angriffe auf Kinder. Der Bericht basiert auf Interviews mit 208 Überlebenden sowie der Analyse von Satellitenbildern und Videomaterial.
Höhepunkt der Gewalt und internationale Reaktion
Die RSF eroberte al-Faschir Ende Oktober 2025 nach einer 18-monatigen Belagerung. UN-Ermittler hatten zuvor erklärt, die Übernahme trage „Anzeichen eines Völkermords“ gegen nicht-arabische Gemeinschaften. Amnesty nennt drei RSF-Kommandeure, darunter Maj Gen Gedo Hamdan Ahmed Mohamed, die für schwere Völkerrechtsverstöße verantwortlich sein sollen. Die Organisation fordert einen sofortigen Waffenstillstand und den Einsatz einer internationalen Schutztruppe.
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