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International 06.05.2026, 03:24 Aktualisiert: 06.05.2026, 15:01

Ukraine wirft Russland Bruch der einseitigen Waffenruhe vor

Ukraine erklärte ab Mitternacht unbefristete Feuerpause.

Wichtige Fakten

  • Ukraine erklärte ab Mitternacht unbefristete Feuerpause.
  • Selenskyj wirft Russland über 1.800 Verstöße vor.
  • Russland ordnete Waffenruhe nur für zwei Tage an.
  • Moskau droht mit massivem Raketenangriff auf Kiew.
  • Mehr als 20 Tote in Ukraine kurz vor Waffenruhe.

Aktuelle Lage: Waffenruhe gebrochen

Die von der Ukraine einseitig ausgerufene Waffenruhe seit Mitternacht wird nach Angaben von Präsident Selenskyj von Russland nicht eingehalten. Er berichtet von über 1.800 russischen Verstößen, darunter Drohnen- und Raketenangriffe auf Städte wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja. Russland hatte seinerseits nur für Freitag und Samstag eine Feuerpause angekündigt und droht bei Verstößen mit einem massiven Raketenangriff auf Kiew. Bereits vor der Waffenruhe kamen bei russischen Angriffen mehr als 20 Menschen ums Leben, während die Ukraine eine Rüstungsfabrik und eine Raffinerie in Russland traf.

Russland: Verstöße und Drohungen

Das russische Verteidigungsministerium wirft der Ukraine vor, die Feuerpause nicht eingehalten zu haben, und meldet den Abschuss von 53 ukrainischen Drohnen über russischen Regionen, der Krim und dem Schwarzen Meer. In Dschankoj auf der Krim wurden laut russischen Angaben fünf Zivilisten durch einen ukrainischen Angriff getötet, der jedoch vor Mitternacht erfolgt sein soll. Moskau hat die Ukraine aufgefordert, die Waffenruhe zu respektieren, und droht bei Verstößen mit Vergeltung. Die russische Führung hat die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai stärker geschützt, unter anderem durch den Abzug von Luftabwehrsystemen in die Hauptstadt und die Unterbrechung des mobilen Internets in Moskau und St. Petersburg.

Militärexperte: Drohnenkrieg verändert Frontverlauf

Laut Militärexperte Franz-Stefan Gady hat die Ukraine ihre Drohnenfähigkeiten deutlich verbessert und kann Ziele in der Tiefe des Raumes effektiver angreifen, was russische Offensiven behindert. Die Front im Osten, insbesondere um Slowjansk und Kramatorsk, sei derzeit relativ stabil. Dennoch warnt Gady vor Optimismus: Russland werde aller Voraussicht nach Lösungen zur Abwehr der ukrainischen Drohnen finden. Zudem gebe es keine Hinweise auf eine russische Friedensbereitschaft, die Minimalforderung bleibe die Kontrolle über den Donbass.

US-Unterstützung und humanitäre Krise

Die USA unterstützen die Ukraine weiterhin stark in militärischer Aufklärung und Koordinierung, während die Europäer mehr übernehmen. Eine vollständige Einstellung der US-Hilfe sei unwahrscheinlich, aber in Schlüsselkategorien wie Luftverteidigung nicht ersetzbar. In der Region Cherson spitzt sich die humanitäre Lage in der besetzten Stadt Oleshky dramatisch zu, da Versorgungswege vermint und blockiert sind. Evakuierungen bleiben extrem riskant.

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